AfK-Empfehlung Nr. 3-5 12/2024
98,46 €
DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein -
Josef-Wirmer-Straße 1–3
53123 Bonn
Sicherheitshinweis entsprechend Art. 9 Abs. 7 S. 2 der GPSR entbehrlich
Inhalte Afk-Empfehlung Nr. 3-5
Die Afk-Empfehlung Nr. 3-5 beschreibt Gefährdungen und Beispiele für Schutzmaßnahmen für Bau- und Instandhaltungsarbeiten an längsleitfähigen Stahlrohrleitungen, welche einer Hochspannungsbeeinflussung (HSB) unterliegen und bei denen
- aufgrund kritisch hoher Beeinflussungswechselspannungen und/oder kritischer Stromwege durch
den menschlichen Körper oder - zur Vermeidung von Sekundärunfällen (z. B. durch „Erschrecken“ infolge markant fühlbarer Berührungsspannungen)
neben/statt (weiterer) konstruktiven Maßnahmen zur Herabsetzung der Beeinflussungswechselspannung auf der Rohrleitung örtlich wirksame „Zusatzmaßnahmen Hochspannungsbeeinflussung“ zum Schutz des an der Rohrleitung arbeitenden Personals anzuwenden sind.
Neben den hier beschriebenen Schutzmaßnahmen bezüglich der Hochspannungsbeeinflussung (ausreichende Reduzierung bzw. Vermeidung einer Körperdurchströmung) sind weiterhin auch die anderen Gefährdungsfaktoren, die sich aus der Gefährdungsbeurteilung für den Arbeitsbereich ergeben, zu berücksichtigen (siehe z. B. TRBS 1112 Teil 1).
Diese Afk-Empfehlung Nr. 3-5 gilt für die Beeinflussung von Rohrleitungen durch technische Wechselspannungen. Sofern im Arbeits- bzw. Baustellenbereich darüber hinaus, z. B. bedingt durch die Lage des Rohrleitungsverlaufs oder die Lage der Baustelle, eine relevante Gefährdung durch Blitzbeeinflussungen Ergebnis der entsprechenden Gefährdungsbeurteilung ist, wird auf weiter notwendige Schutzmaßnahmen gemäß AfK-Empfehlung Nr. 6 bzw. unternehmensspezifischer Vorgaben verwiesen.
Sie benennt zulässige Spannungsbereiche für die Höhe einer Wechselspannung zwischen einer längsleitfähigen Stahlrohrleitung (sowie den mit diesen leitfähig verbundenen Komponenten) und dem umgebenden Erdreich. Bei Einhaltung dieser zulässigen Berührungsspannungen ist davon auszugehen, dass unabhängig von der Art der durchzuführenden Arbeiten keine kritisch hohe Körperdurchströmung durch die Hochspannungsbeeinflussung möglich ist.
Die Höhe der Grenzwerte für die (abgreifbaren) Beeinflussungsspannungen richtet sich neben deren Einwirkdauer (Langzeit- / Kurzeitbeeinflussung) auch nach dem Stromweg durch den menschlichen Körper.
Schwerpunkt der vorliegenden Empfehlung ist die Präzisierung praxistauglicher Handlungsempfehlungen für Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen auf Rohrleitungen bzw. Rohrleitungsabschnitten, bei denen die Einhaltung der in AfK-Empfehlung Nr.3-1 benannten Grenzwerte für die durch eine Hochspannungsbeeinflussung hervorgerufene Spannung zwischen der Rohrleitung und Erde nicht gegeben ist.
Inhaltsverzeichnis
- Anwendungsbereich
- Normative Verweisungen
- Information über Maßnahmen- bzw. Gefährdungsbereiche
- Generelle Maßnahmen
- Mögliche Gefährdungen, die zur Anwendung von HSB-Zusatzmaßnahmen führen
- Prüfung der Notwendigkeit von HSB-Zusatzmaßnahmen
- HSB-Zusatzmaßnahmen
- Klassifizierung / Entscheidungshilfe
- Checkliste HSB-Zusatzmaßnahmen
- Gewerks- und tätigkeitsspezifische Maßnahmenkonzepte
- Anhang A – Unterweisungshilfen / Warnschilder
Wichtige normative Verweisungen
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| Regelwerksart: | AfK-Empfehlung |