Forschungsbericht G 201824 D 4.4 02/2023 -PDF-Datei-
262,15 €
DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein -
Josef-Wirmer-Straße 1–3
53123 Bonn
Sicherheitshinweis entsprechend Art. 9 Abs. 7 S. 2 der GPSR entbehrlich
Diese Studie DVGW-Forschungsbericht G 201824 D 4.4 analysiert auf der Basis von szenariobasierten Modellrechnungen den verstärkten Einsatz von Wasserstoff und Erneuerbaren (EE)-Gasen in Deutschland bis 2045 für ein Wasserstoffszenario. Grundlage der Modellierung ist die Einhaltung der THG-Minderungsziele für die Sektoren entsprechend des Klimaschutzgesetzes von 2021. Das Ziel der Modellierung ist dabei nicht, ein möglichst wahrscheinliches Szenario im Sinne einer Vorhersage zu entwerfen, sondern zu analysieren, welche Auswirkungen ein schneller Hochlauf der Nachfrage von Wasserstoff und EE-Gasen haben könnte und wie die Bereitstellung dafür technisch dargestellt werden könnte. Die Kernfrage hinter dem Szenario ist also nicht, welche Rolle Wasserstoff in der Energiewende einnehmen muss, sondern welche Rolle Wasserstoff spielen könnte, wenn sein Einsatz bewusst gezielt forciert wird und günstige Rahmenbedingungen dafür unterstellt werden. Dabei wird auch untersucht, welche Bedingungen für einen schnellen und ambitionierten Hochlauf erforderlich sind.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Einsatz grüner Gase (Erdgas, Wasserstoff, Biogas und synthetische Gase) bei der Erreichung der gesetzten Klimaziele eine substantielle Rolle spielen kann. Im Wasserstoffszenario sinkt die Gasnachnachfrage zwar langfristig gegenüber heute, bleibt aber insgesamt hoch. Die Wasserstoffnachfrage erreicht dabei in 2045 660 TWh, die durch 76 TWh an regeneratives Methan ergänzt werden. Damit ein derartiges Szenario umgesetzt werden kann, ist die schnelle Bereitstellung von ausreichend regenerativen Gasen und der dazugehörenden Infrastruktur notwendig.
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