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Forschungsbericht G 202329 01/2026

Neue Methoden zur Erfassung des Korrosionsschutzes Neue Methoden zur Erfassung des Korrosionsschutzes „NEMEK“

262,15 €

Mitgliederpreis: 128,40 €

Format
175 Seiten
Ausgabe
1. Auflage 2026
Artikel-Nr.
513383
Verkaufseinheit
1
Mindestabnahme
1

DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein -

Josef-Wirmer-Straße 1–3

53123 Bonn

produktsicherheit@wvgw.de


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Artikel-Nr. 513383


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Inhalte DVGW-Forschungsbericht G 202329

In diesem Forschungsbericht G 202329 wird das Forschungsvorhaben „Neue Methoden zur Erfassung des Korrosionsschutzes (NEMEK)“ beschrieben. Es hat verschiedene Verfahren hinsichtlich deren Möglichkeiten zur Bewertung der Wirksamkeit des kathodischen Korrosionsschutzes (KKS) an erdverlegten Rohrleitungen untersucht. Ausgangspunkt ist die Schwierigkeit, den normativen Nachweis des IR-freien Potenzials (EIR-frei) gemäß DIN EN ISO 15589-1 bei modernen Rohrleitungen zu erbringen. Dies kann zu kosten-intensiven und betrieblich unnötigen Freilegungen führen. Ziel des Projekts war die Prüfung und Validierung bestehender sowie neuer Verfahren, die eine präzisere Ortung von Umhüllungsfehlstellenortung und eine zuverlässige Bewertung der Wirksamkeit des KKS ermöglichen.

Im Rahmen des Projekts wurden vier Verfahren untersucht: Die Intensivmessung (IM), die Reduktionsmethode (RM), die Korrelationsmessung (KM) und die Current Magnetometry Inspection (CMI). Die IM ist das klassische Verfahren, das Spannungstrichter von typischerweise mehr als 100 mV für einen zuverlässigen Wirkungsnachweis erfordert. Diese treten bei modernen Rohrleitungen selten auf. Die RM ermöglicht den Wirkungsnachweis basierend auf der Methodik der IM bei Rohrleitungen, welche keine Messung des Eoff zulassen. Die KM bewertet den Korrosionsschutz über Strom-Spannungs-Korrelation, erfordert aber aktuell noch den Einsatz von Probeblechen. CMI kombiniert mehrfrequente Wechselstromsignale mit Magnetfeldmessungen, der sogenannten Wechselstromabschwächungsmessung (SAM), mit Wechsel- (AC-) und Gleichstromspannungstrichtermessung (DCVG). Die Kombination von drei unabhängigen Methoden ermöglicht, vergleichbar mit der IM, den Wirkungsnachweis basierend auf dem EIR-frei gemäß DIN EN ISO 15589-1. Zusätzlich kann über die Frequenzabhängigkeit des Ausbreitungswiderstands die Deckschichtbildung auf Umhüllungsfehlstellen erfasst werden, welche als Indikator für wirksamen Korrosionsschutz dienen kann.

Das Projekt wurde in drei Stufen durchgeführt: Zunächst erfolgten Messungen mit einer simulierten Rohrleitung, um die Verfahren unter kontrollierten Bedingungen zu vergleichen. Danach wurden Feldmessungen und Freilegungen an realen Leitungen durchgeführt, gefolgt von einer Bewertung der Verfahren. Die Ergebnisse zeigen, dass mit KKS generell wirksamer Korrosionsschutz erreicht wird. So wurde an den 6672 detektierten Umhüllungsfehlstellen bei den Freilegungen lediglich in drei Fällen aktive Korrosion festgestellt, was einer Zuverlässigkeit des Verfahrens von 99.96% entspricht. Weiter wurde gefunden, dass die Bewertung der Wirksamkeit des KKS basierend auf dem EIR-frei ermittelt mit IM, RM, KM und CMI konservativ, aber korrekt ist. Darüber hinaus eröffnet CMI neue Möglichkeiten in Bezug auf die Fehlstellendetektion und den Wirkungsnachweis des KKS. Damit kann die Anzahl an betrieblich nicht erforderlichen Freilegungen reduziert werden. Dies ist die Folge der Kombination von SAM, ACVG und DCVG, sowie der Ermittlung des EIR-frei mit Hilfe von Wechselspannungen. So wird mit CMI eine deutlich verbesserte Detektionswahrscheinlichkeit von Umhüllungsfehlstellen erreicht. Weiter ermöglicht aufgrund der vorliegenden Daten der zusätzliche Nachweis der Deckschichtbildung eine vertiefte Bewertung der Rohrleitungsintegrität.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Projektbeschreibung
  • 2 Stufe 1: Simulierte Rohrleitung
  • 3 Stufe 2: Feldmessungen
  • 4 Stufe 3: Bewertung der Verfahren
  • 5 Schlussfolgerung
  • 6 Literaturverzeichnis
  • 7 Formelverzeichnis
  • 8 Abkürzungsverzeichnis
  • 9 Abbildungsverzeichnis
  • 10 Tabellenverzeichnis
  • Anhang

Wichtige normative Verweisungen

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In diesem Forschungsbericht G 202329 wird das Forschungsvorhaben „Neue Methoden zur Erfassung des Korrosionsschutzes (NEMEK)“ beschrieben. Es hat verschiedene Verfahren hinsichtlich deren Möglichkeiten zur Bewertung der Wirksamkeit des kathodischen Korrosionsschutzes (KKS) an erdverlegten Rohrleitungen untersucht. Ausgangspunkt ist die Schwierigkeit, den normativen Nachweis des IR-freien Potenzials (EIR-frei) gemäß DIN EN ISO 15589-1 bei modernen Rohrleitungen zu erbringen. Dies kann zu kosten-intensiven und betrieblich unnötigen Freilegungen führen. Ziel des Projekts war die Prüfung und Validierung bestehender sowie neuer Verfahren, die eine präzisere Ortung von Umhüllungsfehlstellenortung und eine zuverlässige Bewertung der Wirksamkeit des KKS ermöglichen.

Im Rahmen des Projekts wurden vier Verfahren untersucht: Die Intensivmessung (IM), die Reduktionsmethode (RM), die Korrelationsmessung (KM) und die Current Magnetometry Inspection (CMI). Die IM ist das klassische Verfahren, das Spannungstrichter von typischerweise mehr als 100 mV für einen zuverlässigen Wirkungsnachweis erfordert. Diese treten bei modernen Rohrleitungen selten auf. Die RM ermöglicht den Wirkungsnachweis basierend auf der Methodik der IM bei Rohrleitungen, welche keine Messung des Eoff zulassen. Die KM bewertet den Korrosionsschutz über Strom-Spannungs-Korrelation, erfordert aber aktuell noch den Einsatz von Probeblechen. CMI kombiniert mehrfrequente Wechselstromsignale mit Magnetfeldmessungen, der sogenannten Wechselstromabschwächungsmessung (SAM), mit Wechsel- (AC-) und Gleichstromspannungstrichtermessung (DCVG). Die Kombination von drei unabhängigen Methoden ermöglicht, vergleichbar mit der IM, den Wirkungsnachweis basierend auf dem EIR-frei gemäß DIN EN ISO 15589-1. Zusätzlich kann über die Frequenzabhängigkeit des Ausbreitungswiderstands die Deckschichtbildung auf Umhüllungsfehlstellen erfasst werden, welche als Indikator für wirksamen Korrosionsschutz dienen kann.

Das Projekt wurde in drei Stufen durchgeführt: Zunächst erfolgten Messungen mit einer simulierten Rohrleitung, um die Verfahren unter kontrollierten Bedingungen zu vergleichen. Danach wurden Feldmessungen und Freilegungen an realen Leitungen durchgeführt, gefolgt von einer Bewertung der Verfahren. Die Ergebnisse zeigen, dass mit KKS generell wirksamer Korrosionsschutz erreicht wird. So wurde an den 6672 detektierten Umhüllungsfehlstellen bei den Freilegungen lediglich in drei Fällen aktive Korrosion festgestellt, was einer Zuverlässigkeit des Verfahrens von 99.96% entspricht. Weiter wurde gefunden, dass die Bewertung der Wirksamkeit des KKS basierend auf dem EIR-frei ermittelt mit IM, RM, KM und CMI konservativ, aber korrekt ist. Darüber hinaus eröffnet CMI neue Möglichkeiten in Bezug auf die Fehlstellendetektion und den Wirkungsnachweis des KKS. Damit kann die Anzahl an betrieblich nicht erforderlichen Freilegungen reduziert werden. Dies ist die Folge der Kombination von SAM, ACVG und DCVG, sowie der Ermittlung des EIR-frei mit Hilfe von Wechselspannungen. So wird mit CMI eine deutlich verbesserte Detektionswahrscheinlichkeit von Umhüllungsfehlstellen erreicht. Weiter ermöglicht aufgrund der vorliegenden Daten der zusätzliche Nachweis der Deckschichtbildung eine vertiefte Bewertung der Rohrleitungsintegrität.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Projektbeschreibung
  • 2 Stufe 1: Simulierte Rohrleitung
  • 3 Stufe 2: Feldmessungen
  • 4 Stufe 3: Bewertung der Verfahren
  • 5 Schlussfolgerung
  • 6 Literaturverzeichnis
  • 7 Formelverzeichnis
  • 8 Abkürzungsverzeichnis
  • 9 Abbildungsverzeichnis
  • 10 Tabellenverzeichnis
  • Anhang

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