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Forschungsbericht G 202436 03/2026

Hochtemperaturverhalten von Smart-Metern - HTSmart -

262,15 €

Mitgliederpreis: 128,40 €

Hrsg./Verlag
DVGW
Format
35 Seiten
Ausgabe
1. Auflage 2026
Artikel-Nr.
513503
Verkaufseinheit
1
Mindestabnahme
1

DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein -

Josef-Wirmer-Straße 1–3

53123 Bonn

produktsicherheit@wvgw.de


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ST
Artikel-Nr. 513503


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Inhalte DVGW-Forschungsbericht G 202436

In dem DVGW-Projekt „Hochtemperaturverhalten von Smarten Gaszählern (HTSmart)“ , zusammengefasst in dem DVGW-Forschungsbericht G2024326, wurde ein Brand im Haus im Umfeld von smarten Gaszählern mit Zusatzfunktionsgerät (ZFG) untersucht. Zunächst wurde analysiert, welche Batterietypen in modernen Gaszählern und deren ZFG verwendet werden. Die Untersuchung ergab, dass Li-thium‑Thionylchlorid‑Batterien mit einer Kapazität von 19 Ah bzw. 3,6 Ah die Mehrheit des Marktes abdecken und sowohl im Zählwerk integriert als auch in externen ZFG installiert wer-den. Die untersuchten Produkte entsprechen den üblichen sicherheitstechnischen Anforde-rungen für den Einbau in Gaszähler.

Im regulatorischen Kontext gelten Vorgaben, die eine hohe thermische Belastbarkeit von Gas-zählern sowie den Einsatz von hitzebeständigen Dichtungen fordern. Für batteriebetriebene Zusatzfunktionen wird zusätzlich eine Mindestlebensdauer der Batterie von fünf Jahren und ein manipulationssicheres Batteriefach verlangt. Die Batterien selbst unterliegen Anforderun-gen an temperaturbezogene Prüfungen, bis zu einer Temperatur von 170 °C.

Zur Bewertung des Brandverhaltens wurden fünf Versuche mit einem 320 kW‑Kiesbettbrenner durchgeführt, der eine Flamme von etwa 1000 °C erzeugte. Die Gaszähler mit ZFG wurden in einem Abstand von rund 300 mm zur Flamme positioniert, sodass die Oberfläche des Zählers etwa 650 °C erreichte. Ein Wert, der den typischen HTB‑Prüfbedingungen entspricht. Temperaturmessungen und Videoaufnahmen dokumentierten das thermische Durchgehen der Batterien.

In allen fünf Versuchen kam es innerhalb von zehn Minuten zu einer Explosion der Li-thium‑Thionylchlorid‑Batterie, begleitet von starker Rauchentwicklung und einer lokalen Druckerhöhung. Bei einem Versuch mit einer nicht normgerechten Manipulation, bei der die Batterie im Zusatzfunktionsgerät fixiert war, entstand ein Loch im Gehäuse des Zählers; in den übrigen Versuchen blieb das Gehäuse unbeschädigt, während das Zusatzgerät geschmolzen oder deformiert wurde. Die gemessenen Oberflächentemperaturen überschritten die 650 °C‑Grenze nicht, aber die Explosionen zeigten, dass die Batterien bereits bei deutlich niedrigeren Temperaturen ein erhebliches Risiko darstellen.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass das aktuelle HTB-Prüfverfahren für Gaszähler mit Zusatzfunktiongerät und integrierter Batterie verbesserungsbedürftig ist. Die Ergebnisse bestätigen die Notwendigkeit der derzeitigen Anforderung, die Batterie bei der HTB-Prüfung zu entfernen. Für eine Anpassung wurde der Vorschlag formuliert, die Batterie durch eine Attrape mit äquivalenten Abmessungen und Gewicht in der Prüfung zu verwenden. Darüber hinaus könnten Konstruktionsmaßnahmen definiert werden, die ein kontrolliertes Herausfallen oder Entgasen der Batterie bei Temperaturen über 170 °C sicherstellen. Der Einsatz von weniger gefährlichen Batterietypen oder die Integration einer thermisch auslösenden Absperreinrichtung am Zählereingang könnten das Risiko durch unzulässigen Gasaustritt ebenfalls reduzieren.

Für Einsatzkräfte ergeben sich zusätzliche nicht gasspezifische Gefahren: explosionsbedingte Trümmer, Druckwellen, schwer löschbares brennendes Lithium und mögliche Giftgase. Das Projekt schlägt ein Folgevorhaben vor, das den Druckanstieg, die Gaszusammensetzung und weitere Brandfolgen detailliert untersucht und darauf basierend Schutzkonzepte für Feuerwehr und Rettungsdienste entwickelt.

Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • 2 Regulatorische Grundlagen & Marktanalyse
  • 3 Brandversuche
  • 4 Schlussfolgerungen und Ausblick
  • 5 Literaturverzeichnis
  • 6 Abbildungsverzeichnis
  • 7 Tabellenverzeichnis

Wichtige normative Verweisungen

DVGW-Arbeitsblatt G 600

DVGW-Arbeitsblatt G 260

DIN EN 1359

DIN EN 14236

DIN EN 17526

DIN EN 16314

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Inhalte DVGW-Forschungsbericht G 202436

In dem DVGW-Projekt „Hochtemperaturverhalten von Smarten Gaszählern (HTSmart)“ , zusammengefasst in dem DVGW-Forschungsbericht G2024326, wurde ein Brand im Haus im Umfeld von smarten Gaszählern mit Zusatzfunktionsgerät (ZFG) untersucht. Zunächst wurde analysiert, welche Batterietypen in modernen Gaszählern und deren ZFG verwendet werden. Die Untersuchung ergab, dass Li-thium‑Thionylchlorid‑Batterien mit einer Kapazität von 19 Ah bzw. 3,6 Ah die Mehrheit des Marktes abdecken und sowohl im Zählwerk integriert als auch in externen ZFG installiert wer-den. Die untersuchten Produkte entsprechen den üblichen sicherheitstechnischen Anforde-rungen für den Einbau in Gaszähler.

Im regulatorischen Kontext gelten Vorgaben, die eine hohe thermische Belastbarkeit von Gas-zählern sowie den Einsatz von hitzebeständigen Dichtungen fordern. Für batteriebetriebene Zusatzfunktionen wird zusätzlich eine Mindestlebensdauer der Batterie von fünf Jahren und ein manipulationssicheres Batteriefach verlangt. Die Batterien selbst unterliegen Anforderun-gen an temperaturbezogene Prüfungen, bis zu einer Temperatur von 170 °C.

Zur Bewertung des Brandverhaltens wurden fünf Versuche mit einem 320 kW‑Kiesbettbrenner durchgeführt, der eine Flamme von etwa 1000 °C erzeugte. Die Gaszähler mit ZFG wurden in einem Abstand von rund 300 mm zur Flamme positioniert, sodass die Oberfläche des Zählers etwa 650 °C erreichte. Ein Wert, der den typischen HTB‑Prüfbedingungen entspricht. Temperaturmessungen und Videoaufnahmen dokumentierten das thermische Durchgehen der Batterien.

In allen fünf Versuchen kam es innerhalb von zehn Minuten zu einer Explosion der Li-thium‑Thionylchlorid‑Batterie, begleitet von starker Rauchentwicklung und einer lokalen Druckerhöhung. Bei einem Versuch mit einer nicht normgerechten Manipulation, bei der die Batterie im Zusatzfunktionsgerät fixiert war, entstand ein Loch im Gehäuse des Zählers; in den übrigen Versuchen blieb das Gehäuse unbeschädigt, während das Zusatzgerät geschmolzen oder deformiert wurde. Die gemessenen Oberflächentemperaturen überschritten die 650 °C‑Grenze nicht, aber die Explosionen zeigten, dass die Batterien bereits bei deutlich niedrigeren Temperaturen ein erhebliches Risiko darstellen.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass das aktuelle HTB-Prüfverfahren für Gaszähler mit Zusatzfunktiongerät und integrierter Batterie verbesserungsbedürftig ist. Die Ergebnisse bestätigen die Notwendigkeit der derzeitigen Anforderung, die Batterie bei der HTB-Prüfung zu entfernen. Für eine Anpassung wurde der Vorschlag formuliert, die Batterie durch eine Attrape mit äquivalenten Abmessungen und Gewicht in der Prüfung zu verwenden. Darüber hinaus könnten Konstruktionsmaßnahmen definiert werden, die ein kontrolliertes Herausfallen oder Entgasen der Batterie bei Temperaturen über 170 °C sicherstellen. Der Einsatz von weniger gefährlichen Batterietypen oder die Integration einer thermisch auslösenden Absperreinrichtung am Zählereingang könnten das Risiko durch unzulässigen Gasaustritt ebenfalls reduzieren.

Für Einsatzkräfte ergeben sich zusätzliche nicht gasspezifische Gefahren: explosionsbedingte Trümmer, Druckwellen, schwer löschbares brennendes Lithium und mögliche Giftgase. Das Projekt schlägt ein Folgevorhaben vor, das den Druckanstieg, die Gaszusammensetzung und weitere Brandfolgen detailliert untersucht und darauf basierend Schutzkonzepte für Feuerwehr und Rettungsdienste entwickelt.

Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • 2 Regulatorische Grundlagen & Marktanalyse
  • 3 Brandversuche
  • 4 Schlussfolgerungen und Ausblick
  • 5 Literaturverzeichnis
  • 6 Abbildungsverzeichnis
  • 7 Tabellenverzeichnis

Wichtige normative Verweisungen

DVGW-Arbeitsblatt G 600

DVGW-Arbeitsblatt G 260

DIN EN 1359

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