Forschungsbericht G 202437 09/2025
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Inhalte DVGW-Forschungsbericht G 202437
Der DVGW-Forschungsbericht G 202437 befasst sich mit dem Abgleich der Einträge zur Wasserstoffeignung in der DVGW-Anpassungsdatenbank mit Ergebnissen aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Ziel war es, Widersprüche zwischen Herstellerangaben und wissenschaftlichen Erkenntnissen zu identifizieren und daraus Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Datenbank und den Umgang mit Gerätebewertungen abzuleiten.
Die Methodik gliederte sich in drei Arbeitspakete: Zunächst wurde eine umfassende Geräte-liste aus F&E-Projekten erstellt, anschließend mit den Datenbankeinträgen verglichen und schließlich eine verbesserte Auswertungsmethodik entwickelt. Dabei wurden Kriterien wie Gerätetechnik, Baujahr und Zertifizierungen berücksichtigt.
Die Analyse zeigt, dass die Datenbank über 28.000 Gerätetypen enthält, aber nur ein kleiner Teil der Hersteller aktiv Bewertungen zur Wasserstoffeignung vornimmt. Besonders Heizgeräte wurden bewertet, während Kochgeräte bislang kaum berücksichtigt wurden. Die „Top 1.000“ Gerätetypen, die rund 80 % des Marktbestands abdecken, zeigen eine gemischte Eignung, 87 % der Geräte wurden hinsichtlich der Wasserstoffeignung bewertet. Von den „Top 1.000“ Gerätetypen sind 51.8 % als geeignet für bis zu 10 Vol.-% Wasserstoff eingestuft, 14,8 % für bis zu 20 Vol.-%, und 20,3 % als nicht geeignet.
Ein Abgleich mit F&E-Ergebnissen ergab, dass viele Geräte – unabhängig vom Baujahr – erfolgreich mit Wasserstoffbeimischungen getestet wurden. Dies steht teils im Widerspruch zu den konservativen Herstellerbewertungen. Besonders ältere Geräte werden häufig als nicht geeignet eingestuft.
Das Projekt empfiehlt, die Datenbankstruktur zu verbessern, insbesondere durch Einführung einer zusätzlichen Spalte für F&E-basierte Bewertungen. Zudem sollte die Terminologie vereinheitlicht und die Hersteller stärker in die Datenpflege eingebunden werden. Eine systematische Einordnung nach dem „Morphologischen Kasten“ des BDH wird als praktikable Lösung vorgeschlagen.
Rechtlich betrachtet bestätigt das DVGW-Rundschreiben G 06/2023 die Möglichkeit zur Einspeisung von bis zu 20 Vol.-% Wasserstoff. Geräte ab Baujahr 1996 müssen laut EU-Richtlinie eine Prüfung mit dem Grenzgas G222 bestanden haben, was jedoch keine Aussage über die Langzeitverträglichkeit zulässt.
Insgesamt zeigt der Bericht, dass die DVGW-Datenbank in ihrer aktuellen Form nur eingeschränkt belastbare Aussagen zur Wasserstoffeignung erlaubt. Eine stärkere Integration von Forschungsergebnissen und eine verbesserte Datenpflege sind notwendig, um die Datenbank als verlässliches Instrument für die Wasserstofftransformation nutzbar zu machen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 2 Methodik
- 3 Analyse der bestehenden DVGW-Anpassungsdatenbank
- 4 Analyse der Einträge zur H2-Eignung in der Datenbank
- 5 Analyse der TOP 1.000 Gerätetypen
- 6 Abgleich der Einträge zur H2-readiness mit F&E-Ergebnissen
- 7 Zusammenfassende Beurteilung
- 8 Nächste Schritte
- 9 Rechtsrahmen, Regelwerk, F&E Ergebnisse
- 9.1 Prüfbedingungen nach Gasgeräterichtlinie bzw. Gasgeräteverordnung
- 9.2 Fazit der Laboruntersuchungen Roadmap Gas 2050, D3.3
- 9.3 Fazit Feldtest - Avacon/DVGW – Projekt H2-20
- 9.4 DVGW-Rundschreiben G 06/2023 (Ausgabe 09-2023)
- 10 Abbildungsverzeichnis
- 11 Tabellenverzeichnis
Wichtige normative Verweisungen
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