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Forschungsbericht G 202546 05/2026

Systemintegrative Verortung von Rechenzentren in Deutschland

262,15 €

Mitgliederpreis: 128,40 €

Hrsg./Verlag
DVGW
Format
41 Seiten
Ausgabe
1. Auflage 2026
Artikel-Nr.
513519
Verkaufseinheit
1
Mindestabnahme
1

DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein -

Josef-Wirmer-Straße 1–3

53123 Bonn

produktsicherheit@wvgw.de


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Artikel-Nr. 513519


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Inhalte DVGW-Forschungsbericht G 204546

DVGW-Forschungsbericht G 204546 befasst sich mit der systemintegrativen Verortung von Rechenzentren in Deutschland und analysiert die räumliche Nähe zur Gasinfrastruktur, Kraftwerken sowie Wärmenetzen.

Die Datengrundlage bildet ein aufbereiteter Datensatz von 443 Rechenzentren aus DataCenterMap, welcher den kommerziellen Colocation- und Hyperscale-Markt abbildet. Von 443 Rechenzentren befinden sich 386 Standorte im Betrieb. Fehlende Leistungsangaben wurden methodisch ergänzt, sodass sich eine aktuelle bundesweite Gesamtleistung von etwa 4,5 GW ergibt (PUE = 1,46). Die Analyse der Nähe zur Gasinfrastruktur zeigt, dass der Großteil der Rechenzentren mehr als 1 km vom Erdgasfernleitungsnetz sowie vom geplanten Wasserstoff-kernnetz entfernt liegt; 88 % bzw. 94 %. Im Gegensatz dazu sind 78 % der Standorte weniger als 1 km von einem Kraftwerk oder Blockheizkraftwerk entfernt. Der bilanzielle Deckungsgrad der Rechenzentrumsleistungen durch Kraftwerk‑ bzw. BHKW‑Leistungen ist auf Landkreis-ebene tendenziell hoch.

Das theoretische Abwärmepotenzial aller derzeit betriebenen Rechenzentren beträgt rund 15 TWh pro Jahr. Dies entspricht etwa 3 % des Wärmebedarfs privater Haushalte. 71 % der Rechenzentren befinden sich in Gemeinden mit vorhandenem Wärmenetz; was prinzipiell eine Abwärmenutzung erleichtert.

Für das Jahr 2030 wird eine Gesamtleistung von rund 9,5 GW prognostiziert, was einer Ver-dopplung im Vergleich zu heute entspricht. Die Abwärmemenge könnte auf 39 TWh steigen. Bis 2045 ist von einer weiteren deutlichen Ausweitung der potenziellen Rechenzentrumskapazitäten auf etwa 24,5 GW auszugehen, verbunden mit potenziellen Abwärmemengen von rund 89 TWh pro Jahr. Rechenzentren werden damit zunehmend zu einer bedeutenden Größe so-wohl im Strom‑ als auch im Wärmesystem.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Einleitung
  • 2 Theoretische Grundlagen
  • 3 Methodik
  • 4 Ergebnisse
  • 5 Fazit und Ausblick
  • 6 Literaturverzeichnis
  • 7 Abbildungsverzeichnis
  • 8 Tabellenverzeichnis

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DVGW-Forschungsbericht G 204546 befasst sich mit der systemintegrativen Verortung von Rechenzentren in Deutschland und analysiert die räumliche Nähe zur Gasinfrastruktur, Kraftwerken sowie Wärmenetzen.

Die Datengrundlage bildet ein aufbereiteter Datensatz von 443 Rechenzentren aus DataCenterMap, welcher den kommerziellen Colocation- und Hyperscale-Markt abbildet. Von 443 Rechenzentren befinden sich 386 Standorte im Betrieb. Fehlende Leistungsangaben wurden methodisch ergänzt, sodass sich eine aktuelle bundesweite Gesamtleistung von etwa 4,5 GW ergibt (PUE = 1,46). Die Analyse der Nähe zur Gasinfrastruktur zeigt, dass der Großteil der Rechenzentren mehr als 1 km vom Erdgasfernleitungsnetz sowie vom geplanten Wasserstoff-kernnetz entfernt liegt; 88 % bzw. 94 %. Im Gegensatz dazu sind 78 % der Standorte weniger als 1 km von einem Kraftwerk oder Blockheizkraftwerk entfernt. Der bilanzielle Deckungsgrad der Rechenzentrumsleistungen durch Kraftwerk‑ bzw. BHKW‑Leistungen ist auf Landkreis-ebene tendenziell hoch.

Das theoretische Abwärmepotenzial aller derzeit betriebenen Rechenzentren beträgt rund 15 TWh pro Jahr. Dies entspricht etwa 3 % des Wärmebedarfs privater Haushalte. 71 % der Rechenzentren befinden sich in Gemeinden mit vorhandenem Wärmenetz; was prinzipiell eine Abwärmenutzung erleichtert.

Für das Jahr 2030 wird eine Gesamtleistung von rund 9,5 GW prognostiziert, was einer Ver-dopplung im Vergleich zu heute entspricht. Die Abwärmemenge könnte auf 39 TWh steigen. Bis 2045 ist von einer weiteren deutlichen Ausweitung der potenziellen Rechenzentrumskapazitäten auf etwa 24,5 GW auszugehen, verbunden mit potenziellen Abwärmemengen von rund 89 TWh pro Jahr. Rechenzentren werden damit zunehmend zu einer bedeutenden Größe so-wohl im Strom‑ als auch im Wärmesystem.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Einleitung
  • 2 Theoretische Grundlagen
  • 3 Methodik
  • 4 Ergebnisse
  • 5 Fazit und Ausblick
  • 6 Literaturverzeichnis
  • 7 Abbildungsverzeichnis
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