G 260-B1 Arbeitsblatt 08/2025
1. Beiblatt zum DVGW-Arbeitsblatt G 260: Relative Dichte in der 2. Gasfamilie
- Herausgeber/Verlag: DVGW
- Format: 12 Seiten
- Ausgabe: 1. Auflage 2025
- Verkaufseinheit: 1
- Mindestabnahme: 1
- Artikel-Nr.: 512520
49,58 €
Inhalte DVGW-Arbeitsblatt G 260-B1
Dieses Beiblatt G 260-B1 ändert den unteren Grenzwert der relativen Dichte für Gase der 2. Gasfamilie im DVGW-Arbeitsblatt G 260:2021-09.
Die Neuregelung der relativen Dichte gilt ausdrücklich nur für Gase der 2. Gasfamilie. Alle weiteren normativen und informativen Angaben der DVGW G 260 sind von diesem Beiblatt unberührt und gelten uneingeschränkt fort.
Die relative Dichte, definitionsgemäß auch in der Formel zur Berechnung des Wobbe-Index enthalten, ist abhängig von der Gaszusammensetzung. Entsprechend lassen sich ihre Grenzwerte für die 2. Gasfamilie anhand der Beschaffenheit des derzeit transportierten Erdgases technisch begründen.
Der obere Grenzwert der relativen Dichte soll gewährleisten, dass vor allem der Anteil höherer Kohlenwasserstoffe im Gas begrenzt wird. Die Einschränkung ist beispielsweise wegen des Brennverhaltens erforderlich. So nimmt etwa die Rußbildung bei einem größeren Anteil von höheren Kohlenwasserstoffen deutlich zu.
Der untere Grenzwert der relativen Dichte mit seinem bisherigen Wert von 0,55 findet seine Begründung in der rechnerischen Herleitung: So entspricht er genau dem Dichteverhältnis (0,5549) von reinem Methan zu Luft nach Referenzzusammensetzung nach ISO/TR 29922 [5]. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass andere Gase mit einer geringeren Dichte als reines Methan ausgeschlossen werden.
Die Verwendung von entsprechenden niedrigen relativen Dichten ist im DVGW-Regelwerk geübte Praxis.
So weist beispielsweise die DVGW G 260:2008-05 in der ersten Gasfamilie eine untere Grenze der relativen Dichte von 0,32 auf, um Gasanteile mit niedrigerer Dichte zu erlauben. Die Sicherstellung der Kompatibilität mit den aktuellen Gasbeschaffenheiten erfordert eine regelmäßige Prüfung der Grenzwerte der relativen Dichte.
In den DVGW-Projekten Roadmap Gas 2050 und H2-20 , sowie dem EU-Projekt THyGA (Testing Hydrogen admixture for Gas Applications) , wurden Gasanwendungen in Laboren und Feld sowie Netzanschlüsse mit unterschiedlichen H2-Konzentrationen im Erdgas bzw. Methan getestet.
Ein Effekt durch die kleinere relative Dichte der Gemische konnte nicht beobachtet werden. 20 Vol.-% H2-Anteil entsprechen einer relativen Dichte von etwa 0,45.
Weitere Informationen können der DVGW-Merkblatt G 655 in der aktuellen Fassung, entnommen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Einleitung
- 1 Anwendungsbereich
- 2 Normative Verweisungen
- 3 Änderung des Abschnitts 4.1: Anpassung des unteren Grenzwertes der relativen Dichte
- 4 Auswirkungen auf Wasserstoff als Zusatzgas in der 2. Gasfamilie
- 5 Auswirkungen auf Anhang D.1
- 6 Änderung der grafischen Darstellungen im DVGW-Arbeitsblatt G 260, Anhang B, aufgrund der Herabsetzung der Untergrenze der relativen Dichte
- Literaturhinweise
Wichtige normative Verweisungen
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