G 685-7 Entwurf Arbeitsblatt 08/2019

Gasabrechnung - Differenzwertbildung ++ PDF-Datei ++

G 685-7 Entwurf Arbeitsblatt 08/2019

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Herausgeber: DVGW
Auflage: 1. Auflage 2019
Format Details: 17 Seiten
Artikelnummer: 510594
Leseprobe:

Beschreibung

Die Ermittlung der Energie als Grundlage für Abrechnungsprozesse erfolgt in der Regel mit eichrechtskonformen Messgeräten an einer Messlokation.

In manchen Fällen erfolgt die Ermittlung der Energie als Summe mehrerer Messlokationen, beispielsweise durch Parallelmessung mehrerer Messschienen. Die Summenbildung ist zulässig, weil sie nicht zu einer zusätzlichen Unsicherheit bei der Energieermittlung führt.

Dies ist nicht der Fall, wenn die Differenz zweier Energien in Rechnung gestellt werden soll.

Eine solche Situation tritt auf, wenn Gas zunächst über eine oder mehrere Eingangsmessungen) läuft und ein Teil dieser Menge über eine oder mehrere Ausgangsmessung(en) jeweils einem Kunden geliefert wird, während die verbleibende Menge ohne Messung einem weiteren Kunden geliefert wird. Beispiele hierzu sind im Anhang zu finden.

Eine Differenzwertbildung führt immer zu einer Verringerung der Genauigkeit im Vergleich zur direkten Messung. Dieser Genauigkeitsverlust ist umso höher, je höher die Gasmenge der Ausgangsmessung im Verhältnis zur Eingangsmessung ist. Im Fall ungefähr gleicher Mengen führen die Messabweichungen beider Messungen zu sehr großen relativen Fehlern der Differenz. Aus diesem Grund ist eine Differenzwertbildung nur dann zulässig, wenn der Gasstrom der Ausgangsmessung wesentlich kleiner ist als der der Eingangsmessung.

Abschließend werden abweichende Regelungen bei der Leistungs- und Kapazitätsüberschreitungsabrechnung getroffen.