W 551-1 Entwurf Arbeitsblatt 05/2026
120,28 €
DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein -
Josef-Wirmer-Straße 1–3
53123 Bonn
Sicherheitshinweis entsprechend Art. 9 Abs. 7 S. 2 der GPSR entbehrlich
Inhalte DVGW-Arbeitsblatt W 551-1 Entwurf
Legionellen sind Mikroorganismen, die in wasserführenden technischen Anlagen optimale Bedingungen für eine Vermehrung finden können. Das Einatmen von legionellenhaltigen Aerosolen kann zu einer gesundheitlichen Schädigung führen.
DVGW-Entwurf W 551-1 dient als Anleitung und Hilfestellung bei Planung, Errichtung, Betrieb, Untersuchung und Monitoring der Trinkwasserinstallation. Er gilt für die gesamte Trinkwasserinstallation sowohl für das Trinkwasser warm als auch kalt. Trinkwasserinstallationen werden hinsichtlich einer möglichen Kontamination mit Legionellen bewertet.
W 551-1 Entwurf beschreibt prophylaktische Maßnahmen zur Vermeidung der Vermehrung von Legionellen und der Kontamination von Trinkwasserinstallationen mit Legionellen. Eine Verpflichtung zur regelmäßigen Untersuchung bestimmter Wasserversorgungsanlagen auf Legionellen ergibt sich insbesondere aus der Trinkwasserverordnung (TrinkwV). Bei Feststellung einer Kontamination des Trinkwassers mit Legionellen gilt es, sowohl die Anforderungen der TrinkwV umzusetzen als auch Maßnahmen zur Bekämpfung der bestehenden Kontamination und zur Vermeidung einer erneuten Kontamination durchzuführen.
Die Inhalte der DVGW-Information Wasser Nr. 90 (2017) und DVGW-Arbeitsblattes W 551 (2004) wurden eingearbeitet. Bei der Überarbeitung wurden Forschungsergebnisse, der aktuelle Wissensstand und Änderungen der gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt.
Der Entwurf W 551-1 behandelt folgende Themen:
- Mikrobiologische Untersuchungen auf Legionellen im Trinkwasser und physikalische Untersuchungen in der Trinkwasserinstallation (Abschnitt 6)
- Einstufungen der mikrobiologischen Ergebnisse und der daraus resultierenden Maßnahmen (Abschnitt 7)
- Primäre Maßnahmen, die alle prophylaktischen Maßnahmen zur Vermeidung der Vermehrung von Legionellen und insbesondere der Kontamination mit Legionellen in Trinkwasserinstallationen umfassen. Hierbei handelt es sich in erster Linie um hygienisch-technische Maßnahmen (Abschnitt 8)
- Sekundäre Maßnahmen, die dazu dienen, eine Kontamination festzustellen, bei einer festgestellten Kontamination mit Legionellen das Ausmaß der Kontamination in der Trinkwasserinstallation zu erkennen sowie deren Ursachen gezielt aufzudecken und zu bewerten (Abschnitt 9)
- Tertiäre Maßnahmen, zu denen alle Maßnahmen zur Bekämpfung von Legionellen durch die Sanierung einer kontaminierten Trinkwasserinstallation im Rahmen des Risikomanagements (Korrekturmaßnahmen und Maßnahmen zur Risikobeherrschung) zählen (Abschnitt 10)
- Erweiterung um Hinweise und Anforderungen zum Trinkwasser kalt
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Einleitung
- 1 Anwendungsbereich
- 2 Normative Verweisungen
- 3 Begriffe
- 4 Charakteristika und Vermehrungsbedingungen von Legionella spp.
- 5 Rechtliche Vorgaben
- 6 Mikrobiologische und physikalische Untersuchungen
- 7 Einstufung der mikrobiologischen Ergebnisse und Maßnahmen
- 8 Primäre Maßnahmen: Prävention einer Kontamination
- 9 Sekundäre Maßnahmen: Klärung der Ursache bei einer Kontamination mit Legionellen und Risikoabschätzung
- 10 Tertiäre Maßnahmen: Beseitigung von Kontaminationen mit Legionellen
- 11 Dokumentation
- Anhang A (informativ) – Beispiel der Interpretation einer erweiterten Temperaturmessung zur Vorbereitung der Sanierung
- Literaturhinweise
Wichtige normative Verweisungen
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| Regelwerksart: | Entwurf |