DVGW-Information WASSER Nr. 112 05/2022 (Trinkwasser-Installation) -PDF-Datei-

Vermeidung von Schäden durch Korrosion oder Steinbildung in der Trinkwasser-Installation

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Diese DVGW-Information Wasser Nr. 112 soll zur Vermeidung von Schäden durch Korrosion oder Steinbildung in der Trinkwasser-Installation beitragen. Sie nimmt Bezug auf die Technischen Regeln für Trinkwasser-Installationen, insbesondere DIN EN 806, DIN EN 1717, DIN 1988, die einschlägigen DVGW-Arbeits- und Merkblätter sowie die jeweiligen Produktnormen. Die Information kommentiert die wesentlichen Anforderungen aus den genannten Normen und beschreibt praxisorientierte Lösungsansätze zur Vermeidung von Schäden durch Korrosion und Steinbildung.

Sie gibt praxisorientierte Hinweise für die Vermeidung von Schäden durch Korrosion oder Steinbildung in der Trinkwasser-Installation. Die Information bezieht diese Themenstellung auf Planung, Errichtung, Betrieb und Instandhaltung von Trinkwasser-Installationen in Anlehnung an die Technischen Regeln für Trinkwasser-Installationen, weitere zu beachtende Funktionalnormen sowie Produktnormen.

Die hier vorliegende DVGW-Information Wasser Nr. 112 greift zahlreiche Aspekte zur Vermeidung von Schäden durch Korrosion oder Steinbildung in der Trinkwasser-Installation aus den Funktional- und Produktnormen auf und kommentiert diese insbesondere für Personen, die Trinkwasser-Installationen planen, errichten oder betreiben.

Die in der Trinkwasser-Installation ablaufenden Korrosionsprozesse führen unter geeigneten Bedingungen im Laufe der Betriebszeit der Trinkwasser-Installation zu stabilen Schutzschichten (oxidische Deck- oder Passivschichten) auf den trinkwasserberührten Oberflächen. Solcherart ablaufende Korrosionsprozesse sind erwünscht, da sie in aller Regel erst die Verwendung des jeweiligen Werkstoffes ermöglichen. Im Gegensatz dazu stehen die Korrosionsformen, durch die ein Schaden am Werkstoff hervorgerufen wird. Zur Vermeidung von unerwünschten Korrosionsvorgängen und zur Herstellung von Bedingungen, die erwünschte Korrosionsprozesse ermöglichen, müssen unterschiedliche Aspekte berücksichtigt werden, die in der vorliegenden DVGW-Information Wasser Nr. 112 praxisorientiert behandelt werden.

Die Neigung des Trinkwassers zur Kalkausfällung und damit zur Steinbildung erhöht sich mit steigender Temperatur und zunehmender Wasserhärte. Für die Verringerung der Steinbildung stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung, die abhängig von den jeweiligen Funktionsanforderungen an die Trinkwasser-Installation oder an die Trinkwasserverwendung außerhalb der Installation herangezogen werden können. Die vorliegende DVGW-Information wasser Nr. 112 erläutert diese Zusammenhänge und beschreibt verschiedene Maßnahmen zur Verminderung der Steinbildung.

Neben den Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden durch Innenkorrosion und Verringerung der Steinbildung sind auch Maßnahmen zu berücksichtigen, durch die Schäden durch Außenkorrosion vermieden werden können. Die vorliegende DVGW-Information Wasser Nr. 112 gibt hierzu ebenfalls Hinweise. Dazu sind fachlich einwandfreie Planung, Installation und Instandhaltung der Trinkwasser-Installation besonders wichtig. Die Ausführung von Trinkwasser-Installationen darf nach § 12 Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser (AVBWasserV) nur durch ein in ein Installateurverzeichnis eines Wasserversorgungsunternehmens eingetragenes Installationsunternehmen (Vertragsinstallationsunternehmen, VIU) vorgenommen werden (vgl. die jeweilige Ortssatzung des örtlichen Wasserversorgers).

Vorwort

Einleitung

1 Anwendungsbereich

2 Zitiertes Regelwerk

3 Definitionen

3.1 Apparate/Geräte

3.2 Bauteile

3.3 Bestimmungsgemäßer Betrieb der Trinkwasser-Installation

3.4 Doppelanlage

3.5 Härte (alt: Gesamthärte)

3.6 Härtehydrogencarbonat (alt: Carbonathärte)

3.7 Kathodischer Korrosionsschutz

3.8 Korrosionsarten

3.9 Korrosionsschaden

3.10 Nichtcarbonathärte

3.11 Nutzungsdauer

3.12 Schutzschicht

3.13 Stagnation

3.14 Steinbildung

3.15 Trinkwasser-Installation

3.16 Wasserbehandlung

4 Grundlagen zur Korrosion

4.1 Allgemeines

4.2 Korrosionsarten

4.2.1 Gleichmäßige Flächenkorrosion

4.2.2 Lochkorrosion

4.2.3 Spaltkorrosion

4.2.4 selektive Korrosion

4.2.5 Messerschnittkorrosion

4.2.6 Galvanische Korrosion

4.2.7 Erosionskorrosion

4.2.8 Spannungskorrosion

4.2.9 Ermüdungskorrosion

5 Grundsätze der korrosionsgeschützten Anlagenplanung und Anlagenausführung

5.1 Allgemeines

5.2 Werkstoffauswahl

5.2.1 Allgemeines

5.2.2 Hinweise zu nichtrostenden Stählen

5.2.3 Hinweise zu Kupfer und innenverzinntem Kupfer

5.2.4 Hinweise zu schmelztauchverzinkten Eisenwerkstoffen

5.2.5 Kombination verschiedener Werkstoffe (Mischinstallation)

5.2.6 Kupferinduzierte Lochkorrosion, Fließregel

5.2.7 Hinweise zu polymeren Materialien

5.2.8 Rohrverbindungen

5.3 Trinkwasserbeschaffenheit

5.4 Schadensverhütung und Risikobewertung

5.5 Planungsaspekte

5.6 Korrosionsschutzgerechte Anlagenausführung

5.6.1 Abgleich von Anforderungen aus dem Leistungsverzeichnis mit den angelieferten Bauteilen

5.6.2 Vermeidung von Verunreinigungen durch Fremdstoffe

5.6.3 Rohrverbindungen

5.6.3.1 Allgemeines

5.6.3.2 Vermeidung von Graten

5.6.3.3 Schmelztauchverzinkte Eisenwerkstoffe

5.6.3.4 Kupfer

5.6.3.5 Innenverzinntes Kupfer

5.6.3.6 Nichtrostender Stahl

5.6.3.7 Vermeidung von Elementbildung mittels elektrischen Isolierstücken

5.7 Korrekte Werkstoffauswahl zum Vermeiden von Wasserbehandlungsmaßnahme

5.8 Kathodischer Korrosionsschutz

5.8.1 Allgemeines

5.8.2 Maßnahmen in der Trinkwasser-Installation

5.9 Korrosionsschutzgerechte Fertigstellung der Installationsarbeiten

6 Grundsätze des korrosionsgeschützten Anlagenbetriebs

6.1 Einhaltung der Betriebsbedingungen

6.2 Funktionskontrolle von galvanischen Anoden sowie Fremdstromanodensystemen

6.3 Behandlung von Trinkwasser aus korrosionschemischen Gründen

6.3.1 Allgemeines

6.3.2 Planung

6.3.3 Hinweise für den Betrieb

7 Vermeidung von Schäden durch Steinbildung

7.1 Grundlagen zur Steinbildung

7.2 Steinbildung in der Trinkwasser-Installation

7.3 Behandlung von Trinkwasser zur Verminderung der Steinbildung

7.3.1 Allgemeines

7.3.2 Bewertung des zu erwärmenden Trinkwassers – Schutz der Trinkwasser-Installation vor Steinbildung nach DIN 1988-200

7.3.3 Bewertung des kalten Trinkwassers – Anforderungen für einen erweiterten Verwendungszweck des Trinkwassers außerhalb der Trinkwasser-Installation

7.3.4 Enthärtung durch Kationenaustausch

7.3.4.1 Wirkungsweise

7.3.4.2 Verschneideeinrichtung

7.3.4.3 Planung, Auswahl und Bemessung

7.3.5 Stabilisierung durch Dosierung von Polyphosphaten

7.3.5.1 Wirkungsweise

7.3.5.2 Planung, Auswahl und Bemessung

7.3.6 Stabilisierung durch Kalkschutzgeräte (Physikalische Wasserbehandlung)

7.3.6.1 Wirkungsweise

7.3.6.2 Wirksamkeitsprüfung

7.3.6.3 Planung, Auswahl und Bemessung

7.3.7 Montage, Inbetriebnahme, Instandhaltung

7.4 Maßnahmen und Hinweise zur Vermeidung schädlicher Steinbildung in Trinkwassererwärmungsanlagen

7.4.1 Allgemeines

7.4.2 Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden durch Steinbildung in Trinkwassererwärmungsanlagen

7.4.3 Kathodische Steinbildung

Anhang A (informativ) - Ablaufdiagramme

Anhang B (informativ) - Umrechnung Härte, Calciumhärte, Magnesiumhärte und Härtehydrogencarbonat

B.1 Allgemeines

B.2 Calcium- und Magnesiumhärte

B.3 Härte

B.4 Härtehydrogencarbonat

B.5 Umrechnungsbeispiele

Anhang C (informativ) - Umrechnung der Phosphate

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