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Wasser Management
Digitalisierung, Sicherheit in der Wasserversorgung, technisches Sicherheitsmanagement, Risikomanagement sind nur einige Themen dieser Rubrik rund um die Organisation und das Management in der Wasserwirtschaft.
Inhalte DVGW-Forschungsbericht W 202302 DVGW-Forschungsbericht W 202302 befasst sich mit dem Forschungsprojekt „haDes“, in dem verschiedene chromatographische Methoden (IC-, LC- und GC-HRMS) kombiniert, um das Vorkommen halogenierter Desinfektionsnebenprodukte (DNPs) in der deutschen Trinkwasserversorgung zu untersucht wurden. Dafür wurden Rohwasser (RW)- und Trinkwasser (TW)-Proben aus zehn Wasserwerken analysiert. Zusätzlich wurden Laborversuche mit definierter Chlordosierung durchgeführt, um das Bildungspotenzial halogenierter DNPs zu bewerten. Zur Erfassung eines breiten Spektrums an Analyten kamen Target-Analytik, ein Suspected-Target-Screening auf Basis verschiedener DNP-Gruppen sowie ein ergänzendes Non-Target-Screening (NTS) zum Einsatz. Die toxikologische Bewertung er-folgte mittels wirkungsbezogener Analytik (WBA) mit Schwerpunkt auf Genotoxizität, sowohl an Einzelsubstanzen als auch an Realproben. In den gechlorten RW- und TW-Proben wurden vereinzelt verschiedene Halogenphenole, Halogenhydroxybenzoesäuren, Halogensalicylsäuren, Halogenhydroxybenzaldehyde, Mutagen X sowie Halogenacetone, Halogenacetonitrile und Halogennitromethane als DNPs nachgewiesen. Die erfassten Positivbefunde Konzentrationen lagen überwiegend nahe der jeweils möglichen Bestimmungsgrenzen und deutlich un-ter 1 μg/L. Der seit 12.01.2026 geltende Grenzwert für die Summe der fünf Halogenessigsäuren (HAA5, 60 μg/L) wurde in allen Proben eingehalten. Die höchste Konzentration lag bei 14 μg/L im RW und bei 4,8 μg/L im TW (jeweils bei maximaler Chlordosis). Des Weiteren wurden fünf zusätzliche anionische DNPs (Monoiodessigsäure, Bromchloressigsäure, Dichlormethansulfonsäure (DCMSA), Trichlormethansulfonsäure, Dibrommethansulfonsäure (DBMSA)) untersucht. Auch unter Einbezug dieser Substanzen blieb der HAA5-Grenzwert sicher unterschritten. Bromat wurde nicht über dem Grenzwert von 10 μg/L nachgewiesen, bromierte DNPs jedoch häufiger in gechlortem TW nachgewiesen als in gechlortem RW. Es konnten keine genotoxischen Effekte in Realproben nachgewiesen werden. Aufgrund von Nachweisgrenzen im unteren μg/L-Bereich kann Genotoxizität jedoch nicht endgültig ausgeschlossen werden. Mutagen X wurde in zwei maximal gechlorten RWs (mit max. 1,6 μg/L) detektiert, aber in keinem der gechlorten Trinkwasser.Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung2 Material und Methoden3 Ergebnisse und Diskussion4 Schlussfolgerungen und Ausblick 5 Literaturverzeichnis 6 Abkürzungsverzeichnis 7 Abbildungsverzeichnis 8 Tabellenverzeichnis Anhang DVGW-Forschungsbericht W 202302 kaufenSie können DVGW-Forschungsbericht W 202302 als PDF-Datei zum sofortigen Download kaufen.
Inhalte DVGW-Forschungsbericht W 202017 Im DVGW-Forschungsbericht W 202017 wurde das Potenzial zerstörungsfreier optischer und akustischer Inspektionsverfahren zur objektkonkreten Bewertung von Trinkwasserleitungen untersucht. Ziel war es, die Praxistauglichkeit zweier optischer Inspektionssysteme, der Schiebekamera und dem Fahrwagen und eines optisch-akustischen Inspektionssystems, der Wasserschlange, unter Praxisbedingungen zu erproben. Die Untersuchungen wurden im ersten Schritt in Versuchsnetzen am TZW und bei den Hamburger Wasserwerken durchgeführt, in welchen die technischen Voraussetzungen für die Einbringung der Systeme, mit Prüfung der Bewegung bei verschiedenen Rohrdimensionen sowie der Qualität der optischen und akustischen Daten gegeben war. Basierend auf den Erkenntnissen der Versuchsreihen wurden mit Schiebekamera und Fahrwagen über 25 Praxisuntersuchungen bei verschiedenen Wasserversorgungsunternehmen durchgeführt. Zur strukturierten Durchführung der Inspektionen wurde ein Inspektionsablaufplan entwickelt, der allgemeine Vorgaben, technische Abläufe, Zuständigkeiten, Hygienemaßnahmen und Risikomanagement umfasst. Dieser Plan wurde im Projektverlauf kontinuierlich weiterentwickelt und an die jeweiligen Einsatzbedingungen angepasst. Darüber hinaus wurde ein spezifisches Hygienekonzept zur Vermeidung von mikrobiologischen Kontaminationen entwickelt und bei den Praxiseinsätzen umgesetzt. Die Schiebekamera wurde erfolgreich zur Inspektion von Leitungen bei Betriebsdruck bis 5 bar und zur Langzeitbeobachtung im Rahmen der Untersuchungen auf Invertebraten eingesetzt. Mit dem Fahrwagen wurden Leitungen von DN 200 bis DN 1200 inspiziert, wobei hochwertige Bilddaten zur Bewertung von u.a. Rohrzustand, Ablagerungen und Einbauten generiert wurden. Einschränkungen ergaben sich durch Bögen, Steigungen und Trübstoffe. Ein Praxiseinsatz für die Wasserschlange wurde vorbereitet, konnte jedoch während der Projektlaufzeit nicht mehr realisiert werden. Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Praxiseinsätze und Auswertung mit den Wasserversorgern bzw. Auftraggebern, dass eine optische Inspektion wichtige Informationen zur Beschaffenheit von Leitungen und für Betriebsentscheidungen liefern kann. Wesentliche Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt sind in das DVGW Merkblatt W 492 eingeflossen. Welches den derzeitigen Stand zur zerstörungsfreien Inspektion von Trinkwasserleitungen beinhaltet.Inhaltsverzeichnis 1 Hintergrund und Ziel des Forschungsprojektes2 Material und Methoden3 Recherche4 Ergebnisse5 Schlussfolgerungen6 Ausblick7 Abbildungsverzeichnis8 TabellenverzeichnisAnhangWichtige normative VerweisungenDVGW-Merkblatt W 492DVGW-Forschungsbericht W 202017 kaufenSie können den DVGW-Forschungsbericht W 202017 als PDF-Datei zum sofortigen Download kaufen.
Inhalt DVGW-Forschungsgericht W 202304 DVGW-Forschungsbericht W 202304 befasst sich mit der Untersuchung der PFAS-Elimination mittels kapillarer Nanofiltration. Hierfür werden zunächst die optimalen Betriebsparameter mit Hilfe eines Labor-Teststands ermittelt und anschließend im Rahmen von Untersuchungen mit halbtechnischen Anlagen er-probt. Es werden Aussagen zum Rückhalt von PFAS und ausgewählten Ionen, möglicher Betriebsweisen und Ausbeuten, resultierende Filtrat- und Konzentratbeschaffenheiten und das Erfordernis des Einsatzes von Antiscalant sowohl im Labor- als auch im Langzeitbetrieb erzielt. Für den Vergleich von kapillaren und flachen NF-Membranen werden entsprechende Labor-tests mit unterschiedlichen Membrantypen durchgeführt. Die Standorte für die halbtechnischen Untersuchungen wurden basierend auf der Rohwasser-beschaffenheit ausgewählt. Ziel ist es, aus dem Forschungsvorhaben gewonnene Erkennt-nisse auch auf andere Wasserversorger und Standorte übertragen zu können. Inhaltsverzeichnis Einleitung und Beschreibung des Vorhabens 1.1 Ausgangslage und Anlass 1.2 Fragestellung und Zielsetzung 1.3 Stand von Wissenschaft und Technik 2 Theoretische Grundlagen 2.1 Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) 2.2 Membranverfahren 3 Modellstandorte 3.1 Standort 4 Laborversuche 4.1 Laborteststände 4.2 Getestete Membranen 4.3 Versuchsdurchführungen 4.4 Ergebnisse der Laborversuche 5 Halbtechnische Pilotversuche 6 Auswertung und Diskussion 6.1 Vergleich der Pilotierungen 6.2 Vergleich Laborversuche und halbtechnische Versuche 6.3 Energie- und Chemikalienbedarf 7 Fazit und Ausblick 8 Literaturverzeichnis 9 Abbildungsverzeichnis 10 Tabellenverzeichnis Anhang DVGW-Forschungsbericht W 202304 kaufen Sie können den DVGW-Forschungsbericht W 202304 als PDF-Datei zum sofortigen Download kaufen.
Inhalte DVGW-Forschungsbericht W 202425 Vor dem Hintergrund der teilweisen Öffnung der TrinkwV wird im DVGW-Forschungsbericht W 202425 das Praxiswissen bestehender Anlagen aufgenommen. Zusätzlich wurden Temperatursimulationen durchgeführt, um mögliche Energiedefizite bei den Endverbrauchern infolge des Wärmeentzugs abzuschätzen. Darauf aufbauend wurden CO2-Emissionen bilanziert. Zur Aufnahme von Praxiserfahrungen wurden drei bestehende Wärmenutzungsanlagen deutscher Wasserversorger untersucht, die jeweils der Eigenbedarfsdeckung dienen. Das Trinkwasser wird aus einer Druckleitung entnommen und nach dem Wärmeentzug zurück gespeist. Die Anlagen basieren auf einem Bypass mit Plattenwärmetauscher, einem Niederdruck-Sicherheitskreislauf zur hydraulischen Entkopplung und einer elektrischen Wärmepumpe. Die Wärmeleistung dieser kleintechnischen Anlagen lag unter 100 kW. Die praktischen Erfahrungen zeigen, dass die Wärmenutzung aus Trinkwasser umsetzbar, aber mit entsprechendem technischem Aufwand verbunden ist. Im zweiten Projektteil wurden theoretische Betrachtungen zu großtechnischen Trinkwasser-Wärmepumpenanlagen durchgeführt. Grundlage war die Annahme, dass die Temperatur des gesamten Trinkwasserdurchflusses um bis zu 5 K abgesenkt wird. Diese Annahme trifft nach Einschätzung der Autoren in der Regel nicht auf die kleintechnischen Eigenbedarfsanlagen zu, erscheint jedoch im Kontext einer potenziellen Vermarktung der Wärme denkbar. Groß-technischen Anlagen sind derzeit nur innerhalb der engen Grenzen von § 13 Absatz 6 der aktuellen TrinkwV genehmigungsfähig. Derzeit werden in Deutschland keine derartigen Anlagen betrieben, weshalb auf theoretische Szenarien zurückgegriffen werden muss. Zunächst wurden Temperatursimulationen durch die RBS Wave GmbH durchgeführt, um die Auswirkungen einer Absenkung der Einspeisetemperatur auf die Wassertemperaturen im Ver-teilungsnetz zu quantifizieren. Es wurde gezeigt, dass eine Absenkung der Einspeisetemperatur zu einer Reduktion der Wassertemperaturen bei den Abnehmern führen kann. Besonders betroffen sind Abnehmer in relativer Nähe zur Einspeisung, was auf eine geringe Fließdauer zurückgeführt wird. Daraus resultiert ein höherer Energiebedarf bei den Endverbrauchern zur Nacherwärmung des Trinkwassers für die Warmwasseranwendungen. Die Temperatursimulationen für den Sommer zeigten zudem, dass ein Wärmeentzug an der Netzeinspeisung kaum Auswirkung auf periphere Netzbereiche hat, die bei sommerlichen Bodentemperaturen besonders häufig von erhöhten Netztemperaturen betroffen sind. Durch den Einsatz von Trinkwasser-Wärmepumpen besteht grundsätzlich ein Potenzial zur Einsparung von CO2-Emissionen gegenüber konventionellen Heiztechnologien. Das Einsparungspotenzial wird aufgrund des Nacherwärmens durch die Endverbraucher allerdings verringert. Bei Überlegungen zur Umsetzung einer großtechnischen Trinkwasserwärmepumpe, die einen geringen systemischen Trinkwasserwärmenutzungsgrad aufweisen kann und zudem ein potenzielles Risiko für die Wasserbeschaffenheit darstellt, sollten Alternativen geprüft werden. Inhaltsverzeichnis Einleitung 2 Material und Methoden 2.1 Wärmenutzungsanlagen aus Trinkwasser 2.2 Modellierung der Temperaturabsenkung 2.3 Energie- und CO2-Bilanzierung 3 Ergebnisse 3.1 Wärmenutzungsanlagen aus Trinkwasser 3.1.1 Übersicht 3.1.2 Entnahmekreis/Bypass 3.1.3 Sicherheitskreislauf 3.1.4 Wärmepumpe 3.1.5 Heizkreis 3.1.6 Vergleich der Anlagen 3.1.7 Planung, Genehmigung und Betrieb 3.1.8 Herausforderungen 3.2 Modellierung der Temperaturabsenkung 3.2.1 Netz D 3.2.2 Netz E 3.3 Energie- und CO2-Bilanzierung für Netz D 3.3.1 Energiebilanzierung 3.3.2 CO2-Bilanzierung 4 Zusammenfassung 5 Schlussfolgerungen 6 Literaturverzeichnis 7 Formelverzeichnis 8 Abbildungsverzeichnis 9 Tabellenverzeichnis Anhang DVGW-Forschungsbericht W 202425 kaufen Sie können den DVGW-Forschungsbericht W 202425 als PDF-Datei zum sofortigen Download kaufen.
Inhalte DVGW-Forschungsbericht W 202218 Der DVGW-Forschungsbericht W 202218 gibt einen umfassenden Einblick in das Thema „europäischer Gebietsschutz“ und leistet Hilfestellungen für die Behandlung der Gebietsschutzbelange in wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren. Er ist auf die besonderen Verhältnisse in Grundwasserfördergebieten abgestimmt und richtet sich vor allem an Wasserversorger und externe Gutachter bei der Erstellung des Fachbeitrags zum Gebietsschutz, aber auch an die Fachbehörden bei der Durchführung der FFH-Verträglichkeitsprüfung. Inhaltsverzeichnis Einleitung Rechtliche und fachliche Grundlagen FFH-Verträglichkeitsprüfung Wirkungen von Grundwasserentnahmen Wasserentnahmesensible Lebensräume und Arten Praxishinweise zur FFH-Verträglichkeitsprüfung in einem Wasserrechtsverfahren Schlussfolgerungen und Ausblick Literaturverzeichnis Gesetze, Verordnungen und EU-Richtlinien Wortlaut des Artikel 6 der FFH-Richtlinie Abkürzungsverzeichnis Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis Anhang DVGW-Forschungsbericht W 202218 kaufen Sie können den DVGW-Forschungsbericht W 202218 als PDF-Datei zum sofortigen Download kaufen.
Inhalte DVGW-Forschungsbericht W 202305 Im Projekt „ResilJetzt!“, zusammengefasst im Forschungsbericht W 202305, wurden mögliche Maßnahmen zur Anpassung und Resilienzsteigerung in der Wasserversorgung in Form von Steckbriefen aufgezeigt. Dabei wurde auf Faktoren wie Aufwand, rechtlicher Rahmen, mögliche Herausforderungen und Nachhaltigkeit der Wirkung der jeweiligen Resilienzoption eingegangen. Zudem wurde eine Infrastrukturlandkarte Deutschlands erarbeitet, um exemplarisch auf regionaler Ebene mögliche Engpässe und Anpassungsstrategien analysieren zu können. Mit den erarbeiteten Ergebnissen zielt das Projekt darauf ab, Akteur*innen, wie z. B. Wasserversorgungsunternehmen, Verbände, Kommunen und Behörden zu sensibilisieren, in ihren Planungen zu unterstützen und Entscheidungshilfen für Resilienzoptionen anzubieten. Um die Ergebnisse möglichst praxisnah zu gestalten, wurden sechs Regionalworkshops, jeweils in Kooperation mit einem in der jeweiligen Region ansässigen Wasserversorgungsunternehmen, durchgeführt. Diese konnten die Workshops zum Austausch mit regionalem Akteur*innen in der Wasserwirtschaft zu vor Ort relevanten Themen nutzen. Für ResilJetzt! dienten diese Workshops dazu, sicherzustellen, dass alle wesentlichen Aspekte der erarbeiteten Ergebnisse für ein möglichst breites Spektrum an Wasserversorgungsunternehmen und deren unterschiedlichen Rahmenbedingungen bedacht wurden und die Ergebnisse auch in der Praxis anwendbar sind. In den Workshops wurden die Sicherung der Ressourcenverfügbarkeit, Fernwassernutzung oder Versorgungsverbünde, der regionale Aus-tausch von Akteur*innen der Wasserwirtschaft, Finanzierung von Investitionen, Sicherung und Steigerung personeller Kapazitäten, Anpassung rechtlicher Instrumente sowie die Bewusstseinssteigerung in der Bevölkerung für den Wert von Wasser und Daseinsvorsorge als besonders relevante Resilienzmaßnahmen eingestuft. Inhaltsverzeichnis Einleitung 1.1 Ausgangslage und Anlass 1.2 Fragestellung und Zielsetzung 2 Beschreibung der Arbeitspakete und Methodik 2.1 Darstellung der Wasserengpassregionen 2.2 Analyse der Länderwasserversorgungskonzepte zur Zukunft der Wasserversorgung 2.3 Regionalworkshops und Austausch 2.4 Resilienzoptionen 2.5 Infrastrukturlandkarte der Wasserversorgung Deutschlands 3 Ergebnisse 3.1 3.2 Regionalworkshops 3.3 Steckbriefe zu Resilienzoptionen 4 Schlussfolgerungen und Ausblick 5 Literaturverzeichnis 6 Abbildungsverzeichnis 7 Tabellenverzeichnis Anhang DVGW-Forschungsbericht kaufen Sie können den DVGW-Forschungsbericht W 202305 als PDF-Datei zum sofortigen Download kaufen.
Inhalte DVGW-Forschungsbericht W 202402 DVGW-Forschungsbericht W 202402 zielt darauf ab, Wasserversorgungsunternehmen bei der strukturierten Auseinandersetzung mit Cloud-Technologien zu unterstützen. Dazu wurden branchenübergreifende Informationen und Anforderungen so aufbereitet, dass sie auf die spezifischen Rahmenbedingungen der Wasserwirtschaft übertrag-bar sind. Zentrales Ergebnis ist eine sog. Orientierungshilfe, die diesem Abschlussbericht als Anhang A beigefügt ist. Sie basiert auf drei wesentlichen Elementen: einem Kriterienkatalog, einer Kreuztabelle und einem Phasenmodell. Der Kriterienkatalog umfasst 21 sicherheitsrelevante Anforderungen, die aus der systematischen Analyse von zehn zentralen Dokumenten – unter anderem vom BSI und UP KRITIS – abgeleitet wurden. Die Kriterien sind in einem einheitlichen Steckbriefformat beschrieben. Die Kreuztabelle verknüpft diese Kriterien mit den zugrunde liegenden Dokumenten und ermöglicht eine gezielte Navigation: Sie zeigt sowohl, welche Dokumente für bestimmte Fragestellungen relevant sind, als auch, welche Kriterien in welchen Quellen behandelt werden. Ergänzend strukturiert ein Phasenmodell den Cloud-Einführungs- und Nutzungsprozess in vier Pha-sen – I. Voraussetzungen schaffen, II. Vorbereitung, III. Nutzung und IV. Ausstieg – und unterstützt somit eine systematische Planung und Umsetzung durch die Zuordnung der 21 Kriterien in diese vier Phasen. Die Orientierungshilfe formuliert keine eigenen oder zusätzlichen Anforderungen an die Wasserversorgung, sondern verweist gezielt auf bestehende, geltende Vorgaben. Sie macht deutlich, dass sich Betreiber von Wasserversorgungssystemen vor der Einführung cloudbasierter Lösungen intensiv mit den relevanten Anforderungen an Informations- und IT-Sicherheit auseinandersetzen müssen. Dabei sind geeignete Maßnahmen zu etablieren, um Informationssicherheitsprobleme vielfältigster Art zu beherrschen. Unmittelbar nach Abschluss dieses Vorhabens wurde von BSI ein überarbeiteter Entwurf des C5-Kriterienkatalogs zur Kommentierung vorgelegt. Sofern im Jahr 2026 eine neue Version des C5-Kriterienkatalogs gültig wird, ist diese Orientierungshilfe entsprechend inhaltlich und fachlich zu überprüfen und ggf. zu überarbeiten. Inhaltsverzeichnis Einleitung und Hintergrund 2 Projektstruktur und Vorgehensweise 2.1 Synopse der relevanten (branchenübergreifenden) Anforderungen zur Nutzung von Cloudtechnologien (AP1) 2.2 Adressatenorientierte Aufbereitung der Anforderungen zur Unterstützung von Entscheidungen (AP2) 2.3 Bereitstellung von Wissen und möglicher Instrumente (AP3) 3 Aggregation der relevanten (branchenübergreifenden) Anforderungen zur Nutzung von Cloudtechnologien (AP1) 3.1 Qualitäts- und Leistungsmerkmale der Wasserversorgung als Spezifika 3.2 Sprachverständnis zwischen der Wasserwirtschaft und der IT/OT 3.3 Definition und Aggregation von sicherheitsbezogenen Kriterien zur Cloudnutzung 3.4 Orientierungshilfe als Werkzeug (Anhang A) 3.5 Exkurs: Identifikation und KI-basierte Auswertung relevanter Dokumente und Leitfäden 4 Adressatenorientierte Aufbereitung der Anforderungen zur Unterstützung von Entscheidungen (AP2) 4.1 Technische und organisatorische Voraussetzungen 4.2 Business Impact von Cloudnutzungen 4.3 Use Case 1: Microsoft 365 in der Wasserwirtschaft – Digitalisierung zwischen Büro und Betrieb 4.4 Use Case 2: Nutzung eines cloudbasierten Prozessleitsystems (PLS) 4.5 Use Case 3: Mobile Instandhaltung und Energieoptimierung 4.6 Use Case 4: Cloudbasiertes Security Operation Center (z.B. Cybersec@ Wasser) 4.7 Use Case 5: Sensorik mit Cloudanbindung 5 Bereitstellung von Wissen und möglicher Instrumente (AP3) 5.1 Orientierungshilfe zur Cloudnutzung (Anhang A) 5.2 Vorüberlegungen zum Wissenstransfer-Konzept 5.3 Weitere Nutzungsmöglichkeiten der Projektergebnisse 6 Schlussfolgerungen und Ausblick 7 Literaturverzeichnis 8 Abbildungsverzeichnis Anhang A: Orientierungshilfe zur Cloudnutzung DVGW-Forschungsbericht W 202402 kaufen Sie können den DVGW-Forschungsbericht W 202402 als PDF-Datei zum sofortigen Download kaufen
Inhalte DVGW-Arbeitsblatt W 1020W 1020 dient als Grundlage für die Erstellung von Maßnahmenplänen und Handlungsplänen für Wasserversorgungsanlagen.Gemäß Trinkwasserverordnung ist der Wasserversorger verpflichtet, einen Maßnahmenplan zu erarbeiten, in dem die Meldewege und die Maßnahmen festgelegt sind, die bei einer Umstellung auf eine andere Wasserversorgung im Falle der Unterbrechung der Wasserversorgung zu ergreifen sind.Eine Unterbrechung der Wasserversorgung mit Trinkwasser zählt zu den äußersten Maßnahmen, die das zuständige Gesundheitsamt anordnen kann. Um jedoch bei allen festgestellten Abweichungen von der Trinkwasserverordnung einen möglichst schnellen und effektiven Handlungsablauf sicherzustellen, sollte vorsorglich ein zwischen dem Wasserversorger und dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmter Handlungsplan erstellt werden.DVGW-Arbeitsblatt W 1020 gibt Betreibern zentraler und dezentraler Wasserversorgungsanlagen Hilfestellung bei der Erstellung des Maßnahmenplans und des Handlungsplans.InhaltsverzeichnisVorwort Einleitung1 Anwendungsbereich2 Normative Verweisungen 3 Begriffe, Symbole, Einheiten und Abkürzungen 4 Anzeigepflichten 5 Abgrenzung von Maßnahmenplan und Handlungsplan 6 Handlungsplan 7 Maßnahmenplan Anhang A (informativ) – Beispiele für eine Anzeige nach § 47 TrinkwV Anhang B (informativ) – Ansätze zur Ursachenaufklärung Anhang C (informativ) – Checkliste für das Aufstellen eines MaßnahmenplansAnhang D (informativ) – Fallunterscheidung bei der WasserversorgungWichtige normative VerweisungenDVGW-Arbeitsblatt W 400-3DVGW-Merkblatt W 1001DVGW-Arbeitsblatt W 1020 kaufenSie können DVGW-Arbeitsblatt W 1020 als PDF-Datei zum sofortigen Download und als gedruckte Ausgabe kaufen.
Inhalte DVGW-Information Wasser Nr. 121 Diese DVGW-Information Wasser Nr. 121 gibt eine Hilfestellung, mögliche Einsatzgebiete von KI-Systemen in der Wasserwirtschaft aufzuzeigen und die rechtlichen Auswirkungen auf die Unternehmen zu beleuchten.Den Umgang mit KI-Systemen in den Unternehmensregeln zu verankern, wird für viele Unternehmen zu einer notwendigen Aufgabe. Diese Wasser-Information Nr. 121 soll bei dieser Aufgabe unterstützen.In dieser DVGW-Information liegt der Schwerpunkt der Betrachtung nicht darin, die wissenschaftlichen Grundlagen und Methoden von KI-Systemen aufzuzeigen, sondern die damit einhergehende Einsatzmöglichkeiten und die Veränderungen der Arbeitswelt durch den Einsatz von KI-Systemen zu beschreiben. Gleichzeitig soll auf möglicherweise notwendige technische und rechtliche Voraussetzungen eingegangen werden.Für die Unternehmen der Wasserwirtschaft ist der Anwendungsbereich von KI-Systemen so vielfältig wie die Aufgaben und Prozesse in den Unternehmen. Insbesondere datengetriebene Geschäftsprozesse eignen sich gut für den Einsatz von KI-Systemen, aber auch in der Kommunikation mit Kunden können KI-Systeme eingesetzt werden. Hierzu zählen bspw. auch klassische Verwaltungs- oder Sachbearbeitungsaufgaben, wie das vollautomatische Einlesen und Zuordnen von Dokumenten oder auch die automatisierte Beantwortung von Kundenanfragen per Sprach- oder Chatbots.Die heute verfügbaren KI-Systeme gehören alle in den Bereich der sogenannten „schwachen KI“. Diese löst konkrete Aufgabenstellungen und simuliert dadurch intelligentes Verhalten unter Einsatz von Mathematik und Informatik.Im Gegensatz dazu steht die sogenannte „starke KI“, die geprägt ist von einem künstlichen Bewusstsein, einen Willen oder sogar Emotionen. Aktuell gibt es keine starke KI, auch wenn der Begriff im gesellschaftlichen und technologischen Diskurs häufig genutzt wird. Um neue Technologien sicher und effizient nutzen zu können, wird Wissen über die unterschiedlichen Arten von KI-Systemen sowie über die rechtlichen und technischen Voraussetzungen benötigt. Am 1. August 2024 ist in der Europäischen Union (EU) die weltweit erste Rechtsvorschrift zum Einsatz von KI in Kraft getreten. Der EU KI-Verordnung (2024/1689/EU) schafft die Grundlagen für eine Regulierung der KI in der EU und somit auch für die Verwendung von KI-Systemen in den Unternehmen innerhalb der EU.Schon heute sind sinnvolle Anwendungsfälle von KI-Systemen in der Wasserwirtschaft verbreitet. Grundsätzlich sollte ein Einsatz von KI-Systemen immer nutzbringend und wirtschaftlich abbildbar sein. Viele Anwendungsfelder werden voraussichtlich in den nächsten Jahren folgen, wenn das volle Potential des Einsatzes von KI-Systemen augenscheinlich wird.Grundsätzlich lassen sich die Einsatzfelder in zwei Hauptbereiche bündeln: Kernaufgaben der Wasserversorgung (Technik, Betrieb, Forschung).Unterstützende Querschnittsfunktionen (Kommunikation, Kundenservice, Verwaltung, Personal, IT)InhaltsverzeichnisVorwort Einleitung1 Anwendungsbereich2 Begriffe, Symbole, Einheiten und Abkürzungen3 Künstliche Intelligenz (KI) 4 Chancen und Risiken 5 Handlungsempfehlungen LiteraturhinweiseDVGW-Information Wasser Nr. 121 kaufenSie können DVGW-Information Wasser Nr. 121 als PDF-Datei zum sofortigen Download und als gedruckte Ausgabe kaufen.
Inhalte DVGW-Information Wasser Nr. 120DVGW-Information Wasser Nr. 120 richtet sich an Wasserversorger und gilt für zentrale Wasserversorgungsanlagen nach Trinkwasserverordnung für die Rohwasseruntersuchungen. Dezentrale Wasserversorgungsanlagen und Eigenwasserversorgungen können sich, insbesondere bei Auffälligkeiten, daran orientieren. Im Rahmen des risikobasierten Ansatzes wurde der Parameter „somatische Coliphagen“ in das Trinkwasserrecht aufgenommen. Der Parameter dient als Indikator zur Erfassung des Risikos durch fäkale virale Krankheitserreger.Die Trinkwasserverordnung schreibt eine Untersuchung bei Rohwasser vor, das aus einem Oberflächengewässer stammt. Der DVGW hat zu somatischen Coliphagen ein Forschungsprojekt durchgeführt, um die Vulnerabilität von Rohwässern aus verschiedenen Wasserressourcen zu bewerten. In DVGW-Information Wasser Nr. 120 werden die rechtlichen Grundlagen zu dem Parameter somatische Coliphagen aufgeführt, die Ergebnisse des Forschungsprojektes dargestellt und Empfehlungen zur Umsetzung der Trinkwasserverordnung gegeben.Die Information enthält Angaben zu den Eigenschaften der somatischen Coliphagen, deren Auftreten und Indikatorfunktion. Sie führt beispielhaft Untersuchungsergebnisse von unterschiedlichen Rohwässern auf, erläutert deren Risikobewertung und gibt Handlungsempfehlungen.InhaltsverzeichnisVorwort Einleitung 1 Anwendungsbereich 2 Normative Verweise 3 Eigenschaften somatischer Coliphagen 4 Rechtliche Vorgaben zu somatischen Coliphagen 5 Handlungsempfehlungen 6 Analytik 7 Ergebnisse von Rohwasseruntersuchungen (Beispiele)Wichtige normative VerweisungenDVGW-Arbeitsblatt W 102DVGW-Arbeitsblatt W 108DVGW-Arbeitsblatt W 254DVGW-Information Wasser Nr. 120 kaufenSie können DVGW-Information Wasser Nr. 120 als PDF-Datei zum sofortigen Download und als gedruckte Ausgabe kaufen.
Inhalte DIN ISO 24516-1/A1 Entwurf DIN ISO 24516-1/A1 Entwurf legt Leitlinien für technische Aspekte, Werkzeuge und bewährte Verfahrensweisen für das Management von Anlagen bezogen auf Elemente des Rohrnetzes von Trinkwasserverteilungsnetzen fest, um eine Wertschöpfung aus vorhandenen Anlagen zu generieren. Dieser internationale Norm-Entwurf gilt nicht für das Management von Anlagen der Trinkwasserpumpstationen und -speicherung im Rohrnetz, die auch technische Teile des Trinkwasserverteilungsnetzes sind und ebenfalls das Management von Anlagen des Rohrnetzes beeinflussen. Der Entwurf ist auf alle Arten und Größen von Organisationen und/oder Trinkwasserversorger anwendbar, die Trinkwasseranlagen betreiben. DIN ISO 24516-1/A1 kaufen DIN ISO 24516-1/A1 als PDF-Datei zum sofortigen Download oder als gedruckte Ausgabe kaufen.
Inhalt DVGW-Forschungsbericht W 202321 Die enorme Menge an chemischen Substanzen in Produktion und Anwendung führt dazu, dass sich ein nicht unerheblicher Teil in nahezu überall in unserer Umwelt nachweisen lässt. Internationalen und nationale Behörden können bisher nur einen kleinen Anteil der in die Umwelt, insbesondere in Gewässer, gelangten Stoffe auf Basis von chronischen Versuchsdaten toxikologisch bewerten. Werden Stoffe, für die es keine Grenz- oder Trinkwasserleitwerte gibt, in sehr geringen Konzentrationen sowie zeitlich und örtlich beschränkt im Trinkwasser gefunden werden, ist eine zeitnahe toxikologische Bewertung erforderlich. Dazu werden Bewertungskonzepte gebraucht, mit denen auch bei unzureichender oder sogar fehlender toxikologischer Datenlage eine Aussage im Rahmen der Vorsorge getroffen werden kann, ob ggf. eine Schädigung der Gesundheit besteht. Für diese Bewertung hat das Umweltbundesamt im Jahr 2003 daher das Konzept der „Gesundheitlichen Orientierungswerte“ (GOW) entwickelt und im Laufe der Zeit dem Stand der Wissenschaft angepasst und einen hohen Grad der Akzeptanz bei allen Stakeholdern erreicht. Im Forschungsprojekt GOW-Opti wurde deutlich, dass die im Trinkwasserbereich angewendeten Regelungswertkonzepte gut in der Praxis angekommen sind, umgesetzt werden und damit einen sehr hohen Verbraucherschutz sicherstellen. Durch eine Befragung von Gesundheitsämtern und Wasserversorgern sowie im Dialog mit weiteren Stakeholdern konnten dennoch Optimierungspotentiale für das Konzept der Gesundheitlichen Orientierungswerte (GOW) herausgearbeitet werden. Diese betreffen die Bereiche einheitliche Wissensbasis, Kommunikation, Harmonisierung, Verfügbarkeit und Zugang zu relevanten Daten sowie proaktives Monitoring. Mit Bezug zu den identifizierten Optimierungspotentialen wurden Handlungsempfehlungen erarbeitet, die nach ihrer Umsetzung in der Breite der beteiligten Stakeholder zu verbessertem Wissen und damit besserem Verständnis von Regelungswertkonzepten sowie zu einer effizienteren und einheitlicheren Umsetzung in der Praxis und im Vollzug führen. Dazu zählen ein verbessertes Angebot an gut zugänglichen Schulungen, frühzeitigere Informationsveranstaltungen nach Anpassungen und einheitliche, leicht konsumierbare Weiterbildungsformate in denen die bestehenden Konzepte, die verwendeten Begrifflichkeiten sowie aktuelle Entwicklungen in der Bewertung und im Vollzug anschaulich, fokussiert auf kleine Themengruppen und zielgruppenspezifisch vermittelt werden. Im GOW-Konzept sollte ein mehrstufiges Verfahren eingeführt werden, welches darauf abzielt, die Betroffenheit bezüglich des Vorkommens von bisher unbekannten Substanzen in der Wasserversorgung, einheitlich, schematisiert und repräsentativ zu ermitteln. Eine solche strukturierte Vorgehensweise bildet die Grundlage für eine sichere Entscheidung, ob durch das Umweltbundesamt (UBA) ein GOW veröffentlicht werden sollte und damit die entsprechende Substanz im Trinkwasser bei gegebenem Risiko zu analysieren ist. Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 2 Zielsetzung 3 Rahmenbedingungen und Einordnung 4 Arbeitsprogramm und Methodik 5 Projektergebnisse 6 Schlussfolgerungen und Ausblick 7 Literaturverzeichnis 8 Abkürzungsverzeichnis 9 Abbildungsverzeichnis 10 Tabellenverzeichnis DVGW-Forschungsbericht W 202321 kaufen Sie können den Forschungsbericht W 202321 als PDF-Datei zum sofortigen Download kaufen.
Inhalte DVGW-Forschungsbericht W 202203 In der vorliegenden Studie, Forschungsbericht W 202203, wurden in mehreren Projektgruppen Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Einsatz von Online-Analysensystemen zur betrieblichen Überwachung der Trinkwasseraufbereitung bearbeitet. Eine Gruppe erfasste im Rahmen einer Literaturrecherche sowohl den wissenschaftlichen und praxisbezogenen Kenntnisstand zu Online-Analysenverfahren als auch deren mögliche Entwicklungen. Dabei fanden auch KI gestützten Auswertungen von online-Messdaten mit dem Ziel, sie zur automatischen Prozesssteuerung einzusetzen, Berücksichtigung. Als Treiber für neue Entwicklungen wurden zum einen neue Typen oder alternative Konzepte von/für Sensoren ermittelt. Zum anderen wird die zunehmende Digitalisierung künftig einen großen Einfluss auf das Datenmanagement haben. Die zweite Arbeitsgruppe, die Wasserversorger zur Analyse des Ist-Zustands in Wasser-werken befragte, konnte dank persönlicher Kontakte z. T. sehr detaillierte Antworten zur Online-Messtechnik in über 40 Trinkwasseraufbereitungsanlagen in Deutschland und dem benachbarten Ausland erzielen. Neben den fast in allen Werken verwendeten Standard-Online-Parametern, wie z. B. pH-Wert und elektrische Leitfähigkeit, kommen bei der komplexeren Oberflächenwasseraufbereitung für die analytische Überwachung der Wasserbeschaffenheit häufig zusätzliche Online-Messgeräte z. B. die Partikelmessung mittels Laserabschattung oder die Fluoreszenz- bzw. SAK254-Messung zum Einsatz. Entwicklungs- bedarf wird hinsichtlich betriebsstabiler, wartungsarmer Sensortechnik sowie insbesondere bei der Online-Erfassung mikrobiologischer Parameter gesehen. Letzteres, d. h. die Online-Erfassung mikrobiologischer Parameter, wurde von der dritten Arbeitsgruppe eingehend untersucht. Dabei kamen drei Geräte mit den Online fähigen mikrobiellen Parametern Adenosintriphosphat, Enzymaktivität und Zellzahl zum Einsatz. Alle drei Messverfahren bzw. Geräte erwiesen sich als tauglich für den praktischen Einsatz. Sie arbeiten betriebsstabil, haben ausreichend hohe Empfindlichkeiten und können in Ergänzung zu den periodisch durchzuführenden Kulturverfahren eingesetzt werden, um Veränderungen der mikrobiologischen Wasserbeschaffenheit schnell zu erkennen. Ein weiterer Schwerpunkt des TrinkControl-Projektes war die automatische Steuerung der Flockungsfiltration bei der Aufbereitung von Oberflächenwasser beeinflussten Rohwässern. Die vierte Gruppe wertete hierzu zunächst langjährige Erfahrungen mit derartigen Steuerungs-prozessen in mehreren Wasserwerken aus. Auf dieser Basis wurde eine Mess- und Dosier-technik entwickelt, in einem Quellwasserwerk mit stark schwankender Rohwasser-beschaffenheit eingebaut und über mehrere Monate getestet bzw. optimiert. Das Ergebnis ist eine allgemein anwendbare Empfehlung zur Vorgehensweise bei der Implementierung einer automatischen Steuerung der Flockungsmittelzugabe. Dies beinhaltet auch die Parameter für eine initiale Dosierfunktion basierend auf den Messwerten Trübung und SAK254 zur weiteren fallspezifischen Optimierung. Aus den von der Arbeitsgruppe 5 beschriebenen Erfahrungen zu KI-basierter Prozesssteuerung kann zusammenfassend abgeleitet werden, dass eine erfolgreiche Anwendung von KI-basierten Modellen zur Optimierung von Trinkwasseraufbereitungsprozessen möglich ist und sinnvoll eingesetzt werden kann. Inhaltsverzeichnis Einleitung Aufgabenstellung Ergebnisse Literaturrecherche zu Online-Analysenverfahren in der Trinkwasseraufbereitung Befragung von Wasserversorgern zum Ist-Zustand in Wasserwerken Praxistest von innovativen Analysensystemen Automatische Steuerung der Flockungsfiltration Einsatz neuronaler Algorithmen/KI für die Prozesssteuerung Schlussfolgerungen und Ausblick Literatur Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis Anhang DVGW-Forschungsbericht W 202203 kaufen Sie können den DVGW-Forschungsbericht W 202203 als PDF-Datei zum sofortigen Download kaufen.
Inhalte DVGW-Forschungsbericht W 202220 Im Rahmen des vorliegenden DVGW-Forschungsberichts W 202220 wurde eine Recherche zu den am Markt verfügbaren Inspektionssystemen mit Bezug auf die im DVGW-Merkblatt W 492 „Zerstörungsfreie Inspektionsmethoden Trinkwasserleitungen – Anforderungen und Ziele“ dargestellten Inspektionstechnologien erfolgreich durchgeführt. Darüber hinaus wurde mit Hilfe einer Online-Umfrage und gezielten Interviews mit interessierten Wasserversorgungsunternehmen der aktuelle Stand der Unternehmen in Bezug auf Inspektionstechnik abgefragt. Ziel ist, die Bedeutung innovativer Technologien für die Instandhaltung und Überwachung der Infrastruktur hervorzuheben. Der Bericht W 202220 bietet einen Überblick über existierende Systeme und ihre Praxiserfahrungen, sowie Strategien zur effizienten Planung und Nutzung von Ressourcen. Inhaltsverzeichnis Einleitung Screening der verfügbaren Inspektionstechnologien (AP1) Analyse der Wasserversorgungsbranche in Deutschland (AP2) Inspektionsplanung und Hygienemaßnahmen (AP3) Projektanbahnung und Pilotprojekte (AP4) Schlussfolgerungen und Ausblick Literatur Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis Anhang Wichtige normative Verweisungen DVGW-Merkblatt W 492 DVGW-Forschungsbericht kaufen Sie können den DVGW-Forschungsbericht W 202220 als PDF-Datei zum sofortigen Download kaufen.
Der Klimawandel und andere dynamische Veränderungen, wie der demografische Wandel, stellen die öffentliche Wasserversorgung in Deutschland vor Herausforderungen. Das im Rahmen des DVGW-Zukunftsprogramms Wasser durchgeführte Forschungsprojekt, DVGW-Forschungsbericht W 202124 + W 202307, „WatDE-MAND“ trägt durch bundesweite, regionalisierte Prognosen von Wasserbedarfen in den Sektoren Haushalte & Kleingewerbe, Industrie und Landwirtschaft zu einem bundesweiten Überblick von Regionen bei, die zukünftig vermehrt Wasserengpasssituationen erfahren könnten. Dafür wurden in einem Top-Down-Ansatz multi-sektorale Wasserbedarfsprognosen für die Zeitscheiben 2021-2050, 2036-2065 und 2069-2098 auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte erstellt und mit Szenarien zur Grundwasserneubildung verschnitten, um potenzielle zukünftige Wasserengpassregionen abzuleiten. Der Fokus auf die Grundwasserneu-bildung ist gerechtfertigt, da in der bundesweiten Betrachtung die Trinkwassergewinnung aus Grundwasser gegenüber anderen Wasserarten deutlich überwiegt.
Das Projekt Forschungsbericht W 202310 hatte die Ziele, die Transparenz der Historie und Berechnung des Infrastructure Leakage Index (ILI) zu erhöhen, sowie die Grundannahmen des ILI mit typischen Werten deutscher Versorger abzugleichen. Des Weiteren soll die Sensitivität der einzelnen Eingangsgrößen / Einflussfaktoren geprüft und Hilfestellung bei der Berechnung der verschiedenen Eingangsgrößen sowie Handlungsempfehlungen zur Einordnung und Handhabung des ILI in Deutschland gegeben werden. Der ILI wurde als komponentenbasierte Kennzahl in Bezug auf verschiedene Infrastrukturkomponenten und Wasserverlustarten vorgestellt. Die ILI-Gleichung wurde hergeleitet und alle relevanten Grundannahmen erläutert. Hierzu zählen auch Annahmen zu Schadensraten, Leckraten und Laufzeiten, welche im Rahmen einer empirischen Studie der 1990er Jahre zur UARL-Gleichung geführt haben. Der Abgleich der angenommenen Schadensraten des ILI mit Daten deutscher Wasserversorger deutet darauf hin, dass die „Unvermeidbarkeit“ von Wasserverlusten hier geringer ist. Eine abschließende Beurteilung ist jedoch aufgrund fehlender Daten zu Leckrate und Laufzeit nicht möglich. Allgemein sollte der UARL-Wert vielmehr als Referenzwert, anstatt zur Beschreibung der unvermeidbaren Verluste gesehen werden. Eine Sensitivitätsanalyse der Eingangsgrößen des ILI zeigt, dass der mittlere Betriebsdruck am sensitivsten ist, gefolgt von der Anzahl der Anschlussleitungen. Daher wurden verschiedene An-sätze zur Bestimmung dieser Parameter aufgezeigt, die sich in der Ausgangsdatenbasis und Ergebnispräzision unterscheiden. Ein Datensatz von 49 deutschen Wasserversorgern bestätigt, dass ILI-Werte <1 häufig vor-kommen. Im Abgleich mit anderen Wasserverlustkennzahlen ergibt sich zudem kein einheitliches Bild, was auf deren unterschiedliche Bildung und Einstufung zurückzuführen ist und zu Interpretationsproblemen führt. Insbesondere bei geringer spezifischer Netzeinspeisung kann es zu geringen ILI-Werten im Bereich niedriger Verluste trotz hoher spezifischer und prozentualer Verluste kommen. Es ergibt sich die Notwendigkeit der gemeinsamen Einordnung und Interpretation der Kennzahlen im Verhältnis zueinander. Dabei ist zu beachten, dass sowohl Handlungsoptionen einer Adaption der ILI- bzw. UARL-Gleichung als auch der Einstufung des ILI einen Einfluss auf die nationale bzw. internationale Vergleichbarkeit der ILI-Werte hat. Für verschiedene Handlungsoptionen wurden die Vor- und Nachteile andiskutiert, wobei allgemein Adaptionen der Einstufung vorzuziehen sind. Abgesehen von der Einordnung ist der ILI konzeptionell nach wie vor, als eine geeignete Kennzahl anzusehen, da viele Einflussgrößen für Wasserverluste in die Bildung mit einfließen. Unsicherheiten in der Datenerhebung finden sich analog bei anderen Kennzahlen wieder, welche dieselben Eingangsgrößen heranziehen. Weiterer Forschungsbedarf und Anpassungsbedarf im DVGW-Regelwerk besteht hinsichtlich der gemeinsamen Einordnung und Interpretation der Wasserverlustkennzahlen sowie der Klassifizierung von Kontextinformationen zur besseren Interpretation von Kennzahlen, der Verbesserung der Datenbasis und der Untersuchung der Unsicherheiten von Wasserbilanzen.