Legionellen
Die Vermeidung von Legionellen in Trinkwasser-Anlagen ist ein wesentlicher Bestandteil der sicheren Trinkwasserversorgung. Eine Vielzahl von technischen Regeln setzen hier Maßstäbe und geben wertvolle Hinweise und Anleitungen.
Wasser-Information Nr. 74 01/2012
Das Ziel der vorliegenden Wasserinformation besteht darin, die wesentlichen Inhalte der Normen, Regelwerke und Empfehlungen in Bezug auf die Probennahme von Trinkwasser aus der Trinkwasser‑ Installation für die Untersuchungen auf Legionellen zusammenfassend darzustellen und somit eine zielgerichtete Vorgehensweise in Abhängigkeit von der jeweiligen Fragestellung zu ermöglichen.Nach der Trinkwasserverordnung 2001 (TrinkwV 2001) kommt der Qualitätsüberwachung des Trinkwassers am Zapfhahn des Verbrauchers ein großer Stellenwert zu. So ist in § 5 Absatz 1 der TrinkwV 2001 festgelegt, dass in Trinkwasser Krankheitserreger im Sinne des § 2 Nummer 1 des Infektionsschutzgesetzes, die durch Wasser übertragen werden können, nicht in Konzentrationen enthalten sein dürfen, die eine Schädigung der menschlichen Gesundheit besorgen lassen. In Ergänzung zur DVGW‑Information Wasser Nr. 74 gibt die TWIN Nr. 06 Durchführung der Probennahme zur Untersuchung des Trinkwassers auf Legionellen (ergänzende systemische Untersuchungen von Trinkwasser‑Installationen) detaillierte Empfehlungen zur Probennahme selbst.
W 551-3 Arbeitsblatt 08/2022 (Ersatz für W 557 05/2020)
Dieses Arbeitsblatt W 551-3 gilt für die Reinigung und die Desinfektion von Trinkwasser-Installationen einschließlich nicht ortsfester Anlagen. Zur Durchführung von Reinigungs- bzw. Desinfektionsmaßnahmen geeignete Verfahren und Mittel werden beschrieben. Die Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen können zur Vermeidung und Beseitigung von mikrobiellen Kontaminationen und unerwünschten Ablagerungen eingesetzt werden. W 551-3 ist Teil der neuen W 551-Reihe des DVGW. Diese Reihe gibt den Anwendern des DVGW-Regelwerkes eine Übersicht über die hygienischen Anforderungen in der Trinkwasser-Installation. Mehr Informationen zur W 551-Reihe lesen Sie hier.
W 551-2 Arbeitsblatt 08/2022 (Ersatz für W 556 12/2015)
Dieses Arbeitsblatt W 551-2 gilt für den Betrieb und die Instandhaltung von Trinkwasser-Installationen in Gebäuden. Es legt Anforderungen für den Umgang mit technischen und mikrobiologischen Auffälligkeiten fest, die mit Auswirkungen auf die Hygiene in der Trinkwasser-Installation verbunden sein können.W 551-2 ist Teil der neuen W 551-Reihe des DVGW. Diese Reihe gibt den Anwendern des DVGW-Regelwerkes eine Übersicht über die hygienischen Anforderungen in der Trinkwasser-Installation. Mehr Informationen zur W 551-Reihe lesen Sie hier.
W 551-1 Entwurf Arbeitsblatt 05/2025
Inhalte DVGW-Arbeitsblatt W 551-1 Entwurf W 551-1 Entwurf gilt für Trinkwasserinstallationen in öffentlichen, gewerblich und privat genutzten Gebäuden sowohl für warmes und kaltes Trinkwasser. Der DVGW-Entwurf gilt auch für die in der TrinkwV genannten mobilen Wasserversorgungsanlagen. W 551-1 Entwurf trifft Aussagen zu einer technisch-hygienischen Bewertung von Trinkwasserinstallationen und einer möglichen Kontamination mit Legionellen dieser Trinkwasserinstallationen. Der DVGW-Entwurf W 551-1 dient allen Beteiligten bei Planung, Errichtung und Betrieb der Trinkwasserinstallation zur Anleitung und Hilfestellung. Es kann auch als Grundlage für Schulungen und Unterweisungen dienen. Er trifft keine Aussage zu Infektionsrisiken durch Legionellen im Trinkwasser. Legionellen sind Mikroorganismen, die in wasserführenden technischen Anlagen optimale Bedingungen für eine Vermehrung finden können. Das Einatmen von legionellenhaltigen, lungengängigen Aerosolen kann zu einer Gefährdung der menschlichen Gesundheit führen. Eine Verpflichtung zur regelmäßigen Untersuchung der Trinkwasserinstallation auf Legionellen ergibt sich u. a. aus der Trinkwasserverordnung (TrinkwV). Bei Feststellung einer Kontamination des Trinkwassers mit Legionellen gilt es, gezielt Maßnahmen zur Bekämpfung der bestehenden Kontamination und zur Vermeidung einer erneuten Kontamination der Trinkwasserinstallation durchzuführen. DVGW-Arbeitsblatt W 551-1 Entwurf enthält Hinweise zu folgenden Themen: Mikrobiologische Untersuchungen auf Legionellen und physikalische Untersuchungen in der Trinkwasserinstallation (Abschnitt 6); Einstufungen der mikrobiologischen Ergebnisse und der daraus resultierenden Maßnahmen (Abschnitt 7); Primär-präventive Maßnahmen, die alle prophylaktischen Maßnahmen zur Vermeidung einer Kontamination mit Legionellen in Trinkwasserinstallationen umfassen. Hierbei handelt es sich in erster Linie um hygienisch-technische Maßnahmen, um eine Vermehrung von Legionellen in der Trinkwasserinstallation zu vermeiden (Abschnitt 8); Sekundär-präventive Maßnahmen, die dazu dienen, bei einer festgestellten Kontamination mit Legionellen das Ausmaß der Kontamination in der Trinkwasserinstallation zu erkennen und deren Ursachen gezielt aufzudecken und zu bewerten (Abschnitt 9); Tertiär-präventive Maßnahmen, zu denen alle Maßnahmen zur Bekämpfung von Legionellen durch die Sanierung einer kontaminierten Trinkwasserinstallation im Rahmen des Risikomanagements (Korrekturmaßnahmen und Maßnahmen zur Risikobeherrschung) zählen (Abschnitt 10). Gegenüber DVGW-Arbeitsblatt W 551:2004-04 wurden folgende Änderungen vorgenommen: Neustrukturierung des Arbeitsblattes komplette Überarbeitung der Texte Die im DVGW-Arbeitsblatt W 551 (2004) beschriebene „orientierende Untersuchung“ wird im Einklang mit der TrinkwV nun als „systemische Untersuchung" benannt. Die Kriterien für eine Großanlage von trinkwasserseitigem Volumen der Trinkwassererwärmungsanlage und nachgeschaltetem Rohrleitungsvolumen sind in der TrinkwV weiterhin enthalten. Allerdings werden dort die Begriffe Großanlage und Kleinanlage nicht mehr verwendet. In diesem Arbeitsblatt werden beide Begriffe weiterhin genutzt, da sie bereits seit vielen Jahren in Fachkreisen etabliert sind und die Sachverhalte genau beschreiben. Das Arbeitsblatt wird um Hinweise und Anforderungen zum Trinkwasser (kalt) erweitert. Inhaltsverzeichnis Vorwort Einleitung 1 Anwendungsbereich 2 Normative Verweisungen 3 Begriffe, Symbole, Einheiten und Abkürzungen 4 Charakteristika und Vermehrungsbedingungen von Legionella spp. 5 Rechtliche Vorgaben 6 Mikrobiologische und physikalische Untersuchungen 7 Einstufung der mikrobiologischen Ergebnisse und Maßnahmen 8 Primär-präventive Maßnahmen 9 Sekundär-präventive Maßnahmen: Klärung der Ursache bei festgestellter Kontamination mit Legionellen 10 Tertiär-präventive Maßnahmen: Korrekturmaßnahmen und Maßnahmen zur Risikobeherrschung 11 Dokumentation Anhang A (informativ) – Erweiterte Temperaturmessung im Sanierungsfall Formblatt für Einsprüche zu Entwürfen von Arbeitsblättern des DVGW Wichtige normative Verweisungen DVGW-Arbeitsblatt W 551-2 DVGW-Arbeitsblatt W 551-3 DIN 1988-100 DIN 1988-200 DIN 1988-300 DIN EN 806-2 DIN EN 806-3 DIN EN 806-4 DIN EN 806-5 DIN EN 1717 DVGW-Arbeitsblatt W 551-1 Entwurf kaufen Sie können DVGW-Arbeitsblatt W 551-1 Entwurf als PDF-Datei zum sofortigen Download oder als gedruckte Ausgabe kaufen.
W 551 Arbeitsblatt 04/2004 (Legionellen)
Legionellen können sich in erwärmtem Wasser bei Temperaturen zwischen 30 °C und 45 °C stark vermehren und dadurch ein Gesundheitsrisiko verursachen, wenn sie in kleinen lungengängigen Tröpfchen (Aerosol) mit der Luft eingeatmet werden, z. B. beim Duschen. Verstärkt wird das Legionellenproblem durch die Tatsache, dass die Legionellen die Eigenschaft besitzen, sich z. B. in Amöben massiv zu vermehren. In dem Arbeitsblatt werden die notwendigen technischen Maßnahmen und sonstigen Schutzvorkehrungen beschrieben, um ein Gesundheitsrisiko durch Legionellen im Wasser aus der Trinkwasser-Installation zu vermeiden. Krankheitserreger können auf unterschiedlichen Wegen übertragen werden. Einer der Übertragungswege ist das Wasser. Zu dieser Gruppe zählen auch die Legionellen. Sie verursachen in der Regel Symptome ähnlich einer Lungenentzündung. Legionellen können sich in erwärmtem Wasser bei Temperaturen zwischen 30 °C und 45 °C stark vermehren und dadurch ein Gesundheitsrisiko verursachen, wenn sie in kleinen lungengängigen Tröpfchen (Aerosol) mit der Luft eingeatmet werden, z. B. beim Duschen. Verstärkt wird das Legionellenproblem durch die Tatsache, dass die Legionellen die Eigenschaft besitzen, sich z. B. in Amöben massiv zu vermehren. In diesem Arbeitsblatt werden die Maßnahmen beschrieben, die notwendig sind, um eine massenhafte Vermehrung der Legionellen in Warmwassersystemen der Trinkwasser-Installation zu verhindern oder bei den Systemen, bei denen es bereits zu einer Vermehrung gekommen ist, diese wieder zu beseitigen. In dem Arbeitsblatt sind die Anforderungen zusammengefasst, die zuvor bereits in den beiden Arbeitsblättern W 551 und W 552 von 1993 bzw. 1996 festgelegt worden sind. Die Anforderungen sind an die neuesten Kenntnisse auf dem Gebiet der Bekämpfung der Legionellen in Warmwassersystemen angepasst.
DVGW-Information WASSER Nr. 90 03/2017
Das DVGW-Arbeitsblatt W 551 (2004) ist die zentrale technische Regel zur Vermeidung und Behandlung von Legionellenkontaminationen in Trinkwasser-Installationen. Das erstmals im Jahr 1993 erschienene DVGW-Arbeitsblatt W 551 hat seinen gleichbleibend hohen Stellenwert unter dem Aspekt der Vermeidung von Legionellenkontaminationen beibehalten. An seinen wesentlichen Anforderungen hat sich seitdem nichts geändert. Einer der wesentlichen Gründe für die hohe Wertschätzung war und ist, dass dieses Arbeitsblatt von einem breiten interdisziplinären Fachgremium erstellt wurde. Dabei sind sowohl die gesundheitlichen als auch die volks- und betriebswirtschaftlichen Aspekte berücksichtigt worden. Ein Arbeitsblatt wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert. Aufgrund dieser regelmäßigen Überprüfungen gab es bisher keinen Bedarf zur Änderung. Zuletzt wurde die Fassung aus dem Jahre 2004 im Jahr 2015 bestätigt. In der Trinkwasserverordnung wurden mittlerweile ein technischer Maßnahmenwert für Legionellen und Pflichten bei Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes für Legionellen inklusive der Verpflichtung, eine Gefährdungsanalyse durchzuführen, eingeführt. Diese Änderungen haben zur Erarbeitung von begleitenden Dokumenten und neuen technischen Regeln geführt. Zu nennen sind hier insbesondere die DVGW-Wasserinformation Nr. 74 „Hinweise zur Durchführung von Probennahmen aus der Trinkwasser-Installation für die Untersuchung auf Legionellen“ und die TWIN Nr. 06 „Durchführung der Probennahme zur Untersuchung des Trinkwassers auf Legionellen (ergänzende systemische Untersuchung von Trinkwasser-Installationen)“. Daraus resultierte dann die UBA-Empfehlung „Systemische Untersuchungen von Trinkwasser-Installationen auf Legionellen nach Trinkwasserverordnung“. Weiterhin sind die TWIN Nr. 05 „Desinfektion von Trinkwasser-Installationen zur Beseitigung mikrobieller Kontaminationen“ sowie die beiden DVGW-Arbeitsblätter W 556 und W 557 zu nennen. Das DVGW-Arbeitsblatt W 556 beschreibt die Methodik und Maßnahmen bei hygienisch-mikrobiellen Auffälligkeiten in Trinkwasser-Installationen und das Vorgehen zu deren Behebung. Das DVGW-Arbeitsblatt W 557 beschreibt das Vorgehen bei Reinigung und Desinfektion in Trinkwasser-Installationen (Anlagenreinigung und Anlagendesinfektion). Bei den Punkten, bei denen eine weitergehende Änderung des DVGW W 551 diskutiert wird, fehlen zurzeit verifizierte Daten, die eine Änderung der bisherigen Regelungen rechtfertigen. Zu diesen Punkten zählt zum Beispiel eine mögliche Absenkung von Temperaturen im Trinkwassererwärmer bzw. im Zirkulationssystem. Neue Anforderungen (z. B. Energieeffizienz) sowie neu erkannte Problembereiche (wie z. B. Trinkwasser (kalt)) führten zu neuen interdisziplinären Forschungsvorhaben. Deren Ergebnisse werden bei einer zukünftigen Überarbeitung des DVGW-Arbeitsblattes W 551 berücksichtigt. In dieser DVGW-Information finden sich Informationen, die einige Vorgaben und Anforderungen des DVGW-Arbeitsblattes W 551 klarstellen.
Funktionale Cookies sind für die Funktionalität des Webshops unbedingt erforderlich. Diese Cookies ordnen Ihrem Browser eine eindeutige zufällige ID zu damit Ihr ungehindertes Einkaufserlebnis über mehrere Seitenaufrufe hinweg gewährleistet werden kann.
Marketing Cookies dienen dazu Werbeanzeigen auf der Webseite zielgerichtet und individuell über mehrere Seitenaufrufe und Browsersitzungen zu schalten.
Wird verwendet, um Besucher auf der Website zu identifizieren und deren Verhalten zu verfolgen, um die Effektivität der Werbung zu messen und zu verbessern.
Tracking Cookies helfen dem Shopbetreiber Informationen über das Verhalten von Nutzern auf ihrer Webseite zu sammeln und auszuwerten.
Erlaubt es Google, personenbezogene Daten für Online-Werbung und Marketing zu sammeln.
Für Statistiken und Shop-Performance-Metriken genutzte Cookies.